Evonik übernimmt das Spezialadditiv-Geschäft von Air Products

Die Evonik Industries AG übernimmt für 3,8 Mrd. US-Dollar (ca. 3,5 Mrd. €) das Spezialadditiv-Geschäft (Performance Materials Division) des US-Unternehmens Air Products and Chemicals, Inc. Evonik stärkt damit seine führende Position auf dem margenstarken Markt für Spezialadditive. Die Transaktion soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Der Zukauf wird sich voraussichtlich bereits im Geschäftsjahr 2017 positiv auf das Ergebnis je Aktie von Evonik auswirken.
Mit dem strategischen Umbau der eigenen Konzernstrukturen und der Gründung von drei eigenständigen operativen Segmenten hatte Evonik bereits 2015 die Voraussetzungen für eine Integration größerer Zukäufe geschaffen. Das Spezialadditiv-Geschäft von Air Products lässt sich damit zügig in die Wachstumssegmente Nutrition & Care sowie Resource Efficiency eingliedern. Das kombinierte Spezialadditiv-Geschäft hat einen Umsatz von etwa 3,5 Mrd. € und eine attraktive EBITDA-Marge von mehr als 20 %. Zugleich baut Evonik damit seine führende Position in stark wachsenden, hochprofitablen Märkten mit hohem Differenzierungsgrad und geringer Abhängigkeit von Rohstoffpreisen weiter aus.

Mit ihren Produkten und ihren starken Positionen in den wichtigsten Märkten der Welt ergänzen sich Evonik und die übernommene Sparte hervorragend. Ihre Spezialadditive verleihen den Produkten ihrer Kunden entscheidende und stark wertsteigernde Eigenschaften. Dabei bedienen beide Unternehmen drei besonders attraktive und wachstumsstarke Kernmärkte: den für Beschichtungs- und Klebstoff-Additive, den für hochwertige Polyurethanschaum-Additive und den für Spezialtenside für Industriereiniger. Sie adressieren dieselben Kunden, aber mit unterschiedlichen und sich ergänzenden Produkten. So ist Evonik etwa führend bei Stabilisatoren von Polyurethanschaum, während die Spezialadditiv-Sparte von Air Products bei Katalysatoren für Polyurethanschaum gut positioniert ist. Die Nachfrage nach diesen Produkten nimmt stark zu und der Markt für diese Additive wird künftig deutlich schneller wachsen als die Nachfrage nach Chemieprodukten insgesamt.

Die Transaktion wird je zur Hälfte mit unternehmenseigenen Mitteln und mit zusätzlichem Fremdkapital finanziert. Evonik wird auch nach der Transaktion eine starke Bilanz aufweisen und strebt weiterhin ein solides ‚Investment-Grade‘-Kreditrating an.

Die beabsichtigte Übernahme steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden.

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