Polyurethane Chemicals and Products in South America

IAL Consultants publiziert die 4. Auflage des Markt­berichts Polyurethane Rohstoffe und Produkte in Südamerika.

Die neue Studie ist ein Update mit erweiterten Informationen zur vorherigen Studie aus 2009. Die Daten im Bericht wurden durch ein ausführliches Programm von Interviews in der gesamten Industrie überarbeitet. Dadurch war es diesmal möglich den CASE-Markt in seine entsprechenden Anwendungen aufzusplitten. Das Format der Neuauflage ähnelt der EMEA-Studie von IAL und ist dadurch einfacher vergleichbar. Der Bericht enthält sowohl Daten über die PU-Produktproduktion, als auch Mengenangaben zu PU-Rohmaterialien von 2011 mit einem Forecast auf 2016.

 

 

chart-01
 

 

 

Die Polyurethaneproduktion hat sich seit 2010, nach der globalen Wirtschaftskrise, wieder erholt. Seither zeigt die PU-Produktion in Südamerika ein generelles Wachstum mit einem Jahresbedarf von 725.300 Tonnen Polyurethan in 2011. Bis 2016 erwartet man einen Anstieg auf 906.500 Tonnen - das entspricht einem Wachstum von 4,6 % pro Jahr.
Weichschaum ist mit 58 % Marktanteil in Südamerika der größte Bereich, mit einem jährlichen Wachstum von 4,5 %. Hauptendanwendung sind Matratzen mit einem mäßigen Wettbewerb von importierter Ware. Die Weichschäumer konsolidieren sich und werden wettbewerbsfähiger, neue Unternehmen entstehen in einigen Lateinamerikanischen Ländern wie Peru und Para­guay. Stabilere Zinssätze und längerfristige Kreditrückzahlungen in den wichtigsten Weichschaum produzierenden Ländern ermöglichen ein kontinuierliches Wachstum im Polstermöbel- und Bettensektor. Die Nachfrage nach Spezialschäumen, wie flammwidrige PUs, ist gering. Südamerika ist eine der traditionellsten Regionen weltweit und hinkt bei der Einführung von innovativen Anwendungen hinterher. Das steigende Bewusstsein für Energieeffizienz und striktere gesetzliche Bestimmungen lassen die Nachfrage für PUR-Isoliersysteme steigen. Trotzdem stehen bereits verfügbare und günstigere Isoliermaterialien in Konkurrenz dazu. Die Wachstumsrate bei Hartschaum ist wesentlich dynamischer und liegt bei 5,1 % pro Jahr. Dies liegt an den Bauvorhaben multinationaler Handelsketten und Einkaufszentren, die einen höheren Gebäudestandard erwarten und daher Polyurethan einsetzen. Der CASE-Markt wird in Südamerika am raschesten steigen, Ausnahme ist der Elastomermarkt mit dem niedrigsten Wachstum, obwohl Brasilien und Argentinien über eine signifikante Schuhproduktion verfügen. Wegen ihrer guten Performance werden PUR-Coatings verstärkt zur Kenntnis genommen, jedoch bleibt der Einsatz durch den hohen Preis noch limitiert. Anderer­seits werden Polyurethanbeschichtungen im OEM-Sektor in Kolumbien und, nach dem Erdbeben 2011 in Chile durch Investitionen im Wiederaufbau in der Architektur eingesetzt. Die Nachfrage an PU-Kleb- und -Dichtstoffen ist relativ klein und auf den Bausektor begrenzt. PU-Bindemittel haben starke Konkurrenz von alternativen Produkten.

Nicht überraschend ist, dass Brasilien der mit Abstand größte Produzent von Poly­urethanprodukten in Südamerika mit ca. 72 % Marktanteil in der Region ist. Als „BRIC"-Land hat Brasilien die am raschesten sich entwickelnde Wirtschaft weltweit, mit einem durchschnittlichen BIP-Jahreswachstum von 5 %. Zusätzlich haben die in Brasilien 2014 stattfindende Weltmeisterschaft und die Olympischen Spiele in 2016 die Bauwirtschaft mit In­vesti­tionen in die ­Infrastruktur, Bau neuer Hotels und anderer Anlagen, enorm angekurbelt. Polyurethanverarbeiter aus allen Bereichen (Weichschaum, Hartschaum, CASE und Bindemittel) profitieren davon.

„Polyurethane Chemicals and Products in South America" ist ab sofort bei IAL Consultants zum Einzelpreis von 7.000 Euro erhältlich. Weitere Information unter: cgalbraith@brggroup.com, www.ialconsultants.com.

banner_fixed
banner_default