Vorwort

Prosit Neujahr !

Nach 2 Jahren Corona fällt es mir zugegebenermaßen immer schwerer, ein optimistisches Neujahrseditorial zu verfassen – frei nach dem Motto: „Im neuen Jahr wird alles anders oder besser.“ Diese Überzeugung fehlt mir derzeit! Was ich aber trotzdem gerne mache, sind Meldungen zu sammeln, die bei mir ein Schmunzeln oder Kopfschütteln auslösen und die die eine oder andere Frage aufwerfen – also hier ein paar Beispiele aus dem vergangenen Jahr:

„Am 29. Juli ist Erdüberlastungstag: Für 2021 ist nichts mehr übrig.“
Zur Erinnerung: Im Jahr 2020 war der Erdüberlastungstag am 22. August und 2019 tatsächlich auch am 29. Juli.

„Mikroben in Kuh-Mägen können Plastik abbauen.“
Umweltfreundlicher Weg zur Reduzierung von Abfall?
An der Universität für Bodenkultur in Wien wurden drei Arten von Polyestern untersucht. Polyethylenterephthalat (PET) und zwei Bio-Kunststoffe: Polybutylenadipat-Terephthalat (PBAT) und Polyethylenfuranoat (PEF). Nach den Ergebnissen, die in Frontiers in Bioengineering and Biotechnology veröffentlicht wurden, konnten alle drei Kunststoffe von den Mikroorganismen aus Kuhmägen abgebaut werden.

Da schmeckt mir das Steak doch gleich viel besser!

„Fahren Claas-Traktoren mit Kühlschrankchips?“
Die Geschichten um die Weiterverwertung von Chips werden immer kurioser. Es häuften sich Gerüchte, dass Claas Chips aus Wohnmobilkühlschränken ausbauen würde, was aber wohl nicht funktionierte. Dass Claas Wasch-, Spülmaschinen- oder Kühlschränke ordert und deren Chips ummodelt, bleibt dann trotz angespannter Lage und wenig verfügbaren Chips ein Mythos.

„KRAIBURG TPE stellte auf der FAKUMA TPEs mit 20-40 % Rezyklat aus Post Industrial Resources kurz PIR vor.“
Bitte nicht verwechseln mit unserem PIR (Polyisocyanurat).

„Stadt Wien gendert jetzt sogar schon Schafe!“
In einer offiziellen Aussendung der Stadt Wien zu einer Schafherde auf der Donauinsel: „Sie fühlen sich rundum wohl, die 70 Krainer Steinschafe, die heuer die dritte Saison als ,tierische MitarbeiterInnen‘ dort verbracht haben. Sie verursachen als umweltfreundliche Rasenmäher keine Abgase und sind zudem viel leiser.“

Auf Nachfrage warum die Stadt Wien Schafe gendere, kam die Erklärung: „Ja, es ist richtig, dass wir gendergerecht formulieren. Bei den Schafen ist allerdings ein Fehler passiert. Richtigerweise hätte es heißen müssen: ,tierische Mitarbeiterinnen‘. Denn bei den Schafen auf der Donauinsel handelt es sich ausschließlich um weibliche Tiere.“ Kein Witz, kein verfrühter Faschingsscherz, sondern das todernste Zugeben eines „genderischen Kardinalfehlers“. (Textquelle: Kronenzeitung)

„Eine Schande für Deutschland: Durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit der Internetanschlüsse (Festnetz) in den führenden Ländern/Territorien weltweit im September 2021 (in Mbit/s):“

Und zu guter Letzt:
Ein Happy Birthday: Am 1.1.2022 feierte der Euro seinen offiziellen 20. Geburtstag.

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