Was bringt den Doktor um sein Brot?

a) die Gesundheit

b) der Tod

Drum hält der Arzt, auf das er lebe,
uns zwischen beiden in der Schwebe.“

(Eugen Roth (1895-1976), dt. Autor)

Irgendwie fühle ich mich, nach all den Expertenmeinungen zum Thema „Coronapandemie“, die ich inzwischen gehört und gelesen habe, die sich zum Teil widersprechen, auch in der Schwebe. Da wird von Impfnachweisen und Antigentests gesprochen. Nur dann soll Reisen möglich sein. In manchen Ländern und von manchen Fluglinien werden diese Nachweise schon gefordert. Auch der Nachweis, dass man die Infektion schon hinter sich hat, soll behilflich sein, sofern die Krankheit max. ein ½ Jahr zurückliegt. Impfstoff gibt es aber kaum und wenn, steht man vor der Entscheidung, welcher denn dann der richtige sein könnte. Aber auch da gibt es Kommentare. Man soll den nehmen, der verfügbar ist.

Ich finde die Situation inzwischen dermaßen absurd, dass ich mich dazu entschlossen habe, den ursprünglich im September 2021 geplante „PU-Elastomer-Branchentreff“, den ich wegen der UTECH Europe auf den Juni 2021 vorverlegen musste, nun endgültig für dieses Jahr abzusagen.

Wenn Sie einen Blick in den Veranstaltungskalender werfen – bitte in den, der in dieser FAPU-Ausgabe veröffentlicht ist (Stand letzte Woche Februar 2021) –, dann werden Sie sehen, dass der Herbst der reinste Wahnsinn ist. Sämtliche Messen und Konferenzen, die zwischen März 2020 und Juni 2021 hätten stattfinden sollen und nicht digital durchgeführt wurden, sind in den Herbst 2021 verschoben. Da brauche ich nicht einmal annähernd nachzudenken, ob es realistisch wäre, den „9. PU-Elastomer-Branchentreff“ wieder zurück in den September 2021 zu schieben, der ursprüngliche Termin wäre ja wieder frei, da UTECH Europe den Termin erneut verschoben hat – jetzt in den November – und außerdem wer weiß, was dann gerade gültig ist.

Daher nun endgültig der Entschluss: Der „9. PU-Elastomer-Branchentreff“ wird erst im September 2022 stattfinden. Mit der angepeilten Herden-Immunität sollte es doch dann möglich sein, sich endlich wieder auf normalem Wege zu begegnen, zu diskutieren und auch den gemeinsamen Veranstaltungsabend zu genießen – ohne die Gesichtswindel, dem Desinfektionsspray und womöglich noch einem eingemummten Team, dass vor Konferenzbeginn prüft, ob ein gültiger Antigen- oder PCR-Test vorliegt und notfalls einen Schnelltest durchführt, bevor der Teilnehmer den Konferenzbereich betreten darf. Sorry, aber diese Vorstellung finde ich persönlich gruselig.

Ich bemühe mich derzeit mit den bereits gemeldeten Referenten für die FAPU Juni-Ausgabe eine kleine Vorschau zusammenzustellen, um Ihnen einen Überblick zu geben was uns dann im September 2022 erwartet.

Zudem bitte ich um Verständnis, dass ich eine digitale Version des „PU-Elastomer-Branchentreffs“ ebenfalls ablehne. Ich habe an mehreren Webinaren und Webkonferenzen sowie an einer virtuellen Messe teilgenommen – manches hat mir ganz gut gefallen –, trotzdem ist das für mich keine Alternative. Nach Gesprächen mit Ausstellern solcher digitalen Messen hielt sich die Begeisterung auch da arg in Grenzen.

P.S.: Ich finde es faszinierend, dass die PU-Messen in Russland und der Ukraine tatsächlich demnächst stattfinden werden. Ich wäre wirklich interessiert, wie man das als Besucher mit den Quarantäne- und Testregeln einigermaßen bezahlbar hinbekommt – freue mich hier auf gute Tipps!

Birgit Harreither

Hinweis für unsere deutschsprachigen FAPU-Leser: In der englischen Ausgabe gibt es den 1. Teil des Fachartikels: „Bioabbaubarer Polyurethanschaum mit Polyolen auf Basis von Weizenstroh“ von den Autoren Dr. Luis Serrano, Esther Rincón, Araceli García, Jesús Rodríguez und Rodrigo Briones von der University of Cordoba, Spanien. Aus Platzgründen konnten wir diesen in der deutschen Ausgabe noch nicht starten – wir werden diesen aber auch für unsere deutschsprachigen Leser in der kommenden Juni-Ausgabe komplett zur Verfügung stellen.

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