Polytalk zum ersten Mal in Deutschland

Welche Bedeutung soll künftig gesundheitlichen Bedenken und Befürchtungen von Konsumenten beigemessen werden? Sollen diese künftig bei der Entscheidung über Gesetze und Verord­nungen eine wichtigere Rolle spielen? Oder sollten eher verstärkt verlässliche, wissen­schaftlich reproduzierbare Erkenntnisse gelten und wie oder inwieweit lassen sich diese beiden unter­schiedlichen Konzepte miteinander versöhnen? Insbesondere um solche und ähnliche Fragestellungen geht es beim diesjährigen „Polytalk", dem Gipfel der europäischen Kunststoff­industrie, am 20. und 21. September. Erstmals findet „Polytalk" nach Stationen in Belgien und Frankreich nun in Deutschland statt, und zwar in Wiesbaden.

Kern der zweitägigen Veranstaltung ist eine wirklich hochkarätige Diskussionsveranstaltung, bei der aber eben nicht Industrievertreter mit Industrievertretern reden. Stattdessen diskutieren hier Vertreter unterschied­lichster gesellschaftlicher Strömungen offen und kon­trovers miteinander.

EU-Umweltkommissar Janez Potocˇnik hat seine Teilnahme bereits fest zugesagt, ebenso wie Axel Singhofen, umwelt- und gesundheitspolitischer Berater der Grünen im EU-Parlament. Auch Anne Glover, profilierte Chefberaterin von Kommissionspräsident José Manuel Barroso, ist dabei.
US-Autorin Susan Freinkel wird ihren ganz eigenen Blickwinkel einbringen: Freinkels wohl bekanntestes Buch heißt „Plastic, a toxic love story", frei übersetzt also etwa „Kunststoffe, eine giftige Liebesgeschichte". Für Zündstoff ist also gesorgt, zumal mit Martin Brudermüller aus dem BASF-Vorstand und dem  Patrick Thomas, CEO von Bayer MaterialScience, auch zwei streitbare Industrievertreter dabei sein werden.

Die Keynote Speech des Tages kommt übrigens von Sir Jonathon Porrit. Er beriet einst Tony Blair in Sachen Nachhaltigkeit und ist Gründer des „Forum of the Future". In Wiesbaden wird er die Zukunft der Industrie in Europa thematisieren.

Polytalk bietet aber nicht nur das: Die zweitägige Veranstaltung in Trägerschaft des paneuro­päischen Verbandes der Kunststofferzeuger bietet unterschiedliche Workshops und Vorträge und zudem explizit und ganz bewusst die Gelegenheit zum Networking, innerhalb der Kunststoffindustrie und auch weit darüber hinaus.

Anmeldungen sind ab sofort möglich, die Webadressen lauten: www.plasticseurope.org  www.polytalk.eu
Dort finden Sie auch das Programm von „Polytalk".

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