21. FAKUMA im Fokus der Kunststoffverarbeiter

Kaum haben sich die nachweislich hoch innovativen Kunststoffverarbeiter aus der Krisen-Talsohle wieder nach oben gekämpft, stellen kaum nachzuvollziehende Kapriolen am Rohstoffmarkt die Nachhaltigkeit des aktuell zu verzeichnenden guten Geschäftsgangs in  Frage. Für die nationalen wie internationalen und in den meisten Fällen global tätigen Kunststoffverarbeiter bedeutet dies, sich noch stärker um Rationalisierungsmaßnahmen hinsichtlich Material-Einsparungen und Energie-Effizienz kümmern zu müssen, um auf Dauer wettbewerbsfähig zu sein. Stärker denn je rückt dabei wieder das Recycling in den Vordergrund, sowohl von zurück-genommener Altware als auch erst recht von Ausschuss- und Überschussmaterial.
Da Letzteres als sortenreiner Werkstoff, im Gegensatz zu zurückgenommener und je nach Einsatzzweck mutmaßlich verunreinigter Altware, nicht die Produkteigenschaften beeinträchtigt, wird die Aufbereitung bis ins Detail interessant, weil sich dadurch teure Neuware einsparen lässt. Parallel dazu gilt es Neuware so effizient wie nur möglich einzusetzen, um auch hier Kosten zu sparen.

Ohne die konsequente Anwendung neuer Technologien und Verfahren sowie Alternativen zu herkömmlichen Techniken ist das kaum möglich. Deshalb rückt die kommende FAKUMA Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, die vom 18. bis 22. Oktober 2011 bereits zum 21. Mal in Friedrichshafen am Bodensee veranstaltet wird, ganz besonders in den Fokus der Kunststoffverarbeiter aus aller Welt. Offensichtlich sehen das die Hersteller und Anbieter von Technologien, Produkten, Teilsystemen und Komplettanlagen für die Produktion und die Bearbeitung sowie das Recycling von Kunststoffteilen aller Art genauso. Denn aktuell, und bis zur FAKUMA Mitte Oktober sind es ja doch noch ein paar Monate, haben sich bereits 1.146 Aussteller fest angemeldet! Nach Auskunft von Annemarie Lipp, langjährige Projektleiterin der FAKUMA, zeichnet sich damit eine neue Rekordbeteiligung ab, mit der in dieser Größe wirklich niemand rechnen konnte.
Beachtenswert ist der mit 28 % hohe Anteil an ausländischen Ausstellern, wobei hier die Nachbarländer Schweiz mit 7 %, Italien mit 5 % und Österreich mit 3%, ausgehend von der Gesamtzahl 1.146 Aussteller, fast schon überproportional stark vertreten sind. Dies dürfte nicht zuletzt auf den idealen Standort am Bodensee-Dreiländereck Deutschland, Österreich und Schweiz zurückzuführen sein. Zumal auch die Aussteller sowie Fachbesucher aus Norditalien je nach Route in weniger als vier Stunden an Ort und Stelle sind. Mit 72 % ist der Anteil an deutschen Ausstellern enorm hoch. Die restlichen 13 % der Aussteller verteilen sich auf über 20 weitere Industrienationen aus Europa, Asien, und Amerika. 
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