Schnellere Rotorblattverklebung und Hochtemperatur-Klebstofftechnologie

Die Entwicklung von modernen Klebstoffen hat in den letzten Jahren kontinuierlich zur Realisierung von immer effizienteren Windkraftanlagen beigetragen. Für anspruchsvolle Anwendungen im Bereich der Windenergie präsentiert Henkel auf der HUSUM WindEnergy 2012 vom 18. bis 22. September innovative Klebstoff-, Versiegelungs- und Schmiermittel-Technologien, die im Zuge der Energiewende den beschleunigten Ausbau von erneuerbaren Energien unterstützen.
Die Maximierung der Auslastung durch schnellere Herstellungsprozesse und die jahrelange Zuverlässigkeit fertiger Windkraftanlagen sind zentrale Anforderungen in der Windenergieindustrie, damit die Stückkosten reduziert werden und sich Investitionen rechnen. Der Einsatz neuer Werkstofftechnologien leistet in diesem Zusammenhang einen wichtigen Beitrag.

Zur Optimierung der Rotorblattproduktion liegt es nahe, polyurethanbasierte Klebstoffe für die Blattverklebung einzusetzen, bisher allerdings ein Novum in der Windkraftindustrie. Traditionell werden hier zur Verklebung der Halbschalen und Stege vorrangig 2K-Epoxidharze verwendet. Diese erfüllen zwar die extrem hohen mechanischen Anforderungen zuverlässig, stoßen im Zuge der Automatisierung der Fertigungsprozesse jedoch an ihre Grenzen. Zur Verkürzung und Automatisierung der Produktionsprozesse sind deshalb neue Technologiekonzepte gefragt.

Eine Lösung präsentiert Henkel mit dem Polyurethan-Klebstoff Macroplast UK 1340. Henkel hat einen PUR-Klebstoff entwickelt, der die Anforderungen für den Einsatz in der Windenergieindustrie erfüllt und eine effizientere Herstellung von Rotorblättern ermöglicht. Zu den Vorteilen von Macroplast UK 1340 zählt insbesondere die beschleunigte Aushärtung. Klebstoffe auf Polyurethanbasis reagieren sehr viel schneller als die bisher eingesetzten Epoxidharze. Dank einer hohen Reaktivität bei gleichzeitig niedrigerer Energiefreisetzung während der Aushärtung des 2K-Klebstoffs wird sowohl die Dauer als auch die Temperatur der Aushärtungsphase deutlich herabgesetzt.

Frekote-Formversiegelungsmittel von Henkel werden weltweit bei industriellen Anwendungen genutzt. Aufgetragen auf eine Form, zum Beispiel zur Herstellung von Kunststoffelementen für Windkraftanlagen, bilden sie extrem dünne, temperaturresistente Versiegelungen, die chemisch mit der Formoberfläche verbunden sind und kleinste Porositäten verschließen. Henkel hat das neue Loctite Frekote CS-122 entwickelt, das die Aushärtungszeit auf zwei Stunden reduziert, was zu schnelleren Produktionszeiten führt. Außerdem ist mit dem Produkt auch die Versiegelung größerer Porositäten möglich, da es das Auftragen dickerer Schichten ermöglicht. Das Auftragen auf die Form ist einfacher, da sowohl Aufsprühen als auch Aufwischen möglich sind. Loctite Frekote CS-122 kann bei Raumtemperatur zwischen 13 und 40 Grad Celsius aufgetragen werden, was die energieintensive Vorerwärmung der Form unnötig macht. Nach dem Trocknen bleibt die Versiegelung bei Temperaturen bis zu 400 Grad Celsius stabil.

Neue Anwendungsfelder in der Windradindustrie gibt es auch für die bewährten Loctite-Sofortklebstoffe. Mit Loctite 401, 406 und 454 sind jetzt drei Produkte mit verbesserter Formulierung auf den Markt gekommen, die selbst Einsatztemperaturen von bis zu 120 Grad Celsius widerstehen. Und das ohne die Gesamtleistung in irgendeiner Weise zu beeinträchtigen. Mit den drei verbesserten Loctite-Sofortklebstoffen können fast alle Werkstoffe innerhalb von weniger als fünf Sekunden verkleben, sie sind äußerst zuverlässig und sicher anzuwenden. Zum Einsatz kommen können sie zum Beispiel in Generatoren und Akkus in der Gondel von Windkraftanlagen.

 

Presse-Produkt-Henkel-Foto-windblade_236684_print_1772H_1772W Rund vier Monate wurde am
Fraunhofer-Institut für
Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES)
ein mit Macroplast UK 1340 hergestelltes
ENERCON-Rotorblatt im Langzeittest
Belas­tungen ausgesetzt, die normalerweise
in einem Zeitraum von 20 Jahren auftreten.

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