Lösungen von Wevo-Chemie für erneuerbare Energien

Wevo-Vergussmassen und Klebstoffe werden u. a. in großem Umfang im Bereich Photovoltaik, Solarthermie und der Windenergie zum Schützen und Isolieren elektrischer und elektronischer Bauteile eingesetzt. Die Anwendungen erstrecken sich dabei über das Vergießen von induktiven Komponenten für Wechselrichter, Stringboxen, Switch- und Diodenboxen, Anschlussdosen bis zum Verkleben von Rahmenmaterialien und von Fresnel-Linsen. Wechselrichter beispielsweise enthalten hochsensible Elektrobauteile wie z. B. Transformatoren, Sinus- und Speicherdrosseln und E-Filter, die vorteilhaft mit entsprechenden Vergussmassen geschützt werden.

Die Vergussmasse dient dabei u. a. dem Schutz dieser elektronischen Bauteile gegen Umwelteinflüsse wie Feuchtigkeit, Dämpfe, Staub und Hitze. Die hydrophobe Einstellung der Vergussmassen führt zu einer guten Hydrolysebeständigkeit und verhindert, dass Wasser aufgenommen wird. Gepaart mit den guten dielektrischen Eigenschaften der Vergussmassen führt dies zu einer hohen Durchschlagfestigkeit und verhindert die Bildung von Kriechströmen.

Häufig werden auch Gießharze mit einer erhöhten Wärmeleitfähigkeit eingesetzt, was dazu führt, dass die unter elektrischer Last entstehende Wärme gleichmäßig und effizient an das Gehäuse abgeführt wird, was die Verluste reduziert und beispielsweise zur Verbesserung des Wirkungsgrads der Wechselrichter führt. Es stehen mittlerweile Vergussmassen mit einer Wärmleitfähigkeit von bis zu 2 W/m*K zur Verfügung.

Die Elastizität der Wevo-Vergussmassen lässt sich von weich-elastisch über zäh-hart bis zu duroplastisch-hart einstellen, so dass das Dämpfungsverhalten gezielt eingestellt werden kann. Die Vergussmassen dienen damit der Verringerung von Vibrationen und letztlich der Geräuschdämmung des Wechselrichters. Das berüchtigte 50Hz-Brummen lässt sich somit wirksam verringern.

Die Materialien besitzen eine hohe Dauertemperaturbeständigkeit. Wevo-Vergussmasse PU 403 FL beispielsweise ist nach UL 746 auf der yellow card mit einem Relativ-Temperatur-Index von 155 °C nach Temperaturklasse F eingestuft. Von diesem Material stehen heute auch Variationen mit erhöhter Wärmeleitfähigkeit bis 2 W/m*K zur Verfügung. Durch die flammhemmende Einstellung werden selbstverlöschende Eigenschaften erreicht. Beispielsweise weist die Vergussmasse PU 552 FL als Klasse B-Material (RTI 130 °C) bei einer Schichtdicke von 1,5 mm nach UL 94 V0 selbstverlöschende Eigenschaften auf. Durch die Anpassung der Viskosität lässt sich das Fließverhalten gezielt einstellen. Um beispielsweise zu verhindern, dass die Vergussmassen an Kabeldurchführungen auslaufen, lassen sich diese thixotrop einstellen. Bei der Verklebung von Modulrahmen und der Backrailverklebung kommen ebenfalls thixotrope Systeme zum Einsatz, so dass diese raupenförmig aufgetragen werden können. Müssen umgekehrt komplexe Geometrien oder mit Sand gefüllte Bauteile durchflossen werden, kommen sehr dünnflüssige Harze wie z. B. Wevo-Vergussmasse PU 512 FL mit Härter 900 zum Einsatz. Dieses Klasse B-Harz (RTI 130 °C) besitzt bei Raumtemperatur eine Mischviskosität von nur 700 mPa*s. Viele Polyurethanvergussmassen weisen sehr geringe Glasübergangstemperaturen auf, was sie für die Verwendung bei Temperaturen bis zu -50 °C prädestiniert und ihnen einen gute Temperaturwechsel- und Schockbeständigkeit verleiht. 
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