Update zu „Ein Polyurethan-Passivhaus“

Vor genau einem Jahre wurde von uns das PUR-Passivhausprojekt – eine Initiative der ISOPA (dem europäischen Verband der Isocyanat- und Polyolhersteller als Co-Sponsor) und dem belgischen Bauunternehmen Bostoen – vorgestellt (FAPU Ausgabe 76, Januar 2013).

Am 4. November 2013, nach etwas mehr als 2 Jahren, wurde der Bau des ISOPA-PU-Passivhauses fertig gestellt. Damit gehört es zur wachsenden Zahl der über 12.000 Passivhäuser, die bisher in Europa gebaut wurden – 1991 wurde in Deutschland das erste Passivhaus fertig gestellt. Am 11. Dezember 2013 fand die feierliche Eröffnung in der Gemeinde Evere im Nordwesten Brüssels statt.

 

ISOPA_Foto_1_Grand_Opening_MC49609V. l.: Jörg Palmersheim (Generalsekretär ISOPA), Kristine Dewaele (ISOPA), Christophe Debrabander
(Architekt der Firma Bostoen)

 

Neben Boden, Fassaden, Fenster und Dachisolierungen wurden auch die Bodenbeschichtung und ein Teil des Mobiliars mit Polyurethan gestaltet.

Das niederländische Unternehmen Herculan Sports Surfaces B.V. (www.herculan.com) hat auf Basis aromatischer Isocyanate zwei PU-Fußbodenbeschichtungen aufgetragen.

 

ISOPA_R4_FP08050-1Herculan IG 250 ist ein lösungsmittelfreies, farbiges, selbstnivellierendes, viskoelastisches Polyurethansystem, das für den Auftrag auf Beton und zementösen Estrich geeignet ist. Das dekorative, nahtlose Bodensystem bildet eine wasserundurchlässige, haltbare, leicht zu reinigende Schicht in matt-seidenglänzend oder auch in Hochglanz, das farblich individuell gestaltet werden kann.

Herculan IG 381 ist ebenfalls ein lösungsmittelfreies, selbstnivellierendes, viskoelastisches Polyurethansystem, das eine glänzende, seidenglänzende oder matte Oberfläche aufweisen kann. Nach dem Ausreagieren zeigt das duotone Material ein „betonähnliches“ Aussehen. Beide Systeme sind einfach zu reinigen und können nach Bedarf erneuert werden.
Eingesetzte Materialmenge: Primer und Kratzspachtel zum Nivellieren des Bodens ca. 300 kg; PU-Beschichtung in verschiedenen Farbtönen je Zimmer ± 600 kg; lösungsmittelfreies, wassergetragenes PU-Topcoat mit ca. 35 kg.

Die Einrichtung des ISOPA-Hauses wurde von den Firmen Vitra und Recticel gesponsert.

Das Haus soll durch den Bauherren vermietet werden. „ISOPA wird durch Vereinbarungen mit dem Mieter und dem Vermieter ermöglichen, dass Luftqualitätstests durchgeführt werden“, erläutert Jörg Palmersheim, Generalsekretär der ISOPA das weitere Vorgehen. Damit soll aufgezeigt werden, dass die Luftqualität in einem Passivhaus mit entsprechender Ventilationsanlage, isoliert mit Polyurethan und ausgestattet mit PU-Möbeln hervorragend ist. Zudem werden auch die Energiekosten aufgezeichnet und verglichen. Weitere Erkenntnisse stehen in ca. einem Jahr zur Verfügung.

 

Recticel_Matratze_GOPR0602Die „Literie-Bultex“- Matratze aus dem Hause Recticel (www.recticel.com) ist aus einem viskoelastischen
Polyurethan (Memory Foam), der sich den Körperkonturen anpasst und so für einen erholsamen Schlaf sorgt,
hergestellt. 

 

Vitra-Moebel_GOPR0664Die Stühle (Design: Vitra – .03,  Material: Stahl (58,1%), Polyurethan (31,5%), Aluminium (10,2%),
Polyamid (0,2%)), Tisch (Design by Maarten Van Severen: Vitra – A-Table), Chaise
(Design: Vitra – MVS Chaise, Material: Polyamid (71,2%), Polyurethan (21,3%), Polyester (5,7%),
Stahl (1,2%), Andere (0,6%)) und Sofa (Design: Vitra – Suita Sofa, Material: Stahl (50,0%),
Polyurethan (36,7%), Aluminium (5,8%), Naturfasern (5,6%), Polyester (1,8%), Polyamid (0,1%))
stammen von dem Schweitzer Unternehmen Vitra AG (www.vitra.com).

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