Fehrer und Aunde: Zusammenarbeit beim Leichtbaudach in Softoptik

Die Automarke Smart steht für Innovation. Neue Möglichkeiten finden und Konventionelles auf den Kopf stellen macht auch der Zulieferer Fehrer. Zusammen mit seinem Schwesterunternehmen Aunde hat Fehrer neue Synergien gefunden, von denen auch Smart profitiert.

Seit September 2016 wird das innovative Textildach des Smart in Serie produziert: Rund 10.000 Dächer sind inzwischen vom Band gelaufen. Hersteller der textilen Innovation ist der Firmenverbund der Aunde Group.

Foto_1_2017-01-25_Fehrer_Leichtbaudach_in_SoftoptikDie Individualisierungsmöglichkeiten im textilen Bereich sind zahlreich. Zudem ist die neue Oberfläche des Leichtbaudachs schmutz- und ölabweisend, UV-beständig und wasserdicht. (Bild: FEHRER)

Bewährtes bleibt: Sandwich-Bauweise
Bereits die erste Generation des Leichtbaudachs wurde von Fehrer in Zusammenarbeit mit Daimler entwickelt. Die Sandwich-Bauweise galt als Innovation und überzeugte mit Gewicht und technischer Designfreiheit. Wie auch sein Vorgänger besteht das neue Leichtbaudach in Softoptik ebenfalls aus einem Materialmix aus Polyurethan, Glasfaser und Papierwabe. Dennoch gibt es einen großen Unterschied: Die Thermoplast-Außenhaut ist verschwunden. Dafür ist Textil jetzt das maßgebliche Element im Außenbereich des Daches.

Neues überzeugt: Textil erzeugt Softoptik

Die Außenhaut des neuen Leichtbaudachs überzeugt mit Textil und zeigt vielseitige Qualitäten: Im Einsatz ist der Bezug des Daches schmutz- und ölabweisend, UV-beständig und wasserdicht. Aber das ist nicht alles. Bereits beim Herstellungsprozess zeigt das Textil Durchhaltevermögen: Mechanischen Beanspruchungen – wie Druck - hält das Material eisern stand.

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AUNDE Group bringt Fertigungstiefe
„Die Kooperation mit unserem Schwesterunternehmen Aunde als Experte für technische Textilien lag bei diesem Auftrag auf der Hand. Die Erfahrung und das Knowhow von Aunde im Stoffbereich ermöglichten uns erst die Realisierung des Projekts“, so Leiter Entwicklung PU Produkte Fehrer Gruppe Wolfgang Ehnert. Die Fertigungstiefe sei für den Kunden optimal. Bei dem Leichtbaudach liefere die Aunde Group alles aus einer Hand - die komplette Entwicklung aller Elemente bis zur Produktion des Leichtbaudachs mit Softoptik.


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Das Leichtbaudach mit thermoplastischer Außenhaut brachte bereits eine Gewichtseinsparung von mehr als 50 % im Vergleich zu einer konventionellen Stahldachkonstruktion.

Vorteile des Textildachs überzeugen
Bei der neuen Generation des Leichtbaudachs mit Softoptik sind die Vorteile gleich geblieben, aber ihre Intensität hat sich erhöht. „Gegenüber der bisherigen Ausführung konnten wir beim Gewicht des Leichtbaudachs nochmals ein Kilogramm einsparen“, so Entwickler und Projektleiter Tobias Freitag. Durch eine intelligente Kombination von Stoffhaut, tragenden PUR-Faserverbundschichten und einer Kernwabenstruktur in Sandwich-Bauweise ist das Leichtbaudach um 60 Prozent leichter als ein Stahldach – bei gleicher Festigkeit und deutlich erhöhter Biegefestigkeit. Im Unterschied zu herkömmlichen Composite-Bauteilen werden dabei die einzelnen Schichten nicht in einem aufwändigen und mehrstufigen Verfahren verklebt, sondern in einem einzigen Arbeitsschritt produziert. Damit kann die Komponente wesentlich effizienter produziert werden.
 

Foto_16A631Quelle: Daimler AG

Auch die Individualisierungsvarianten sind im textilen Bereich angestiegen. „Farblich sind die Möglichkeiten unbegrenzt und unabhängig von Stückzahlen“, so der Projektleiter über das farbliche Design.

Aunde ist Spezialist in der Herstellung von innovativen Textilien aus spinndüsengefärbten, texturierten Polyestergarnen. Der Textilproduzent aus Mönchengladbach verwendet nachhaltige Materialien und Produktionsverfahren um die stoffliche Außenhaut des Leichtbaudachs zu fertigen. Neben einer bestehenden Farbpalette können individuelle Farben – in kürzesten Entwicklungszeiten – hergestellt werden.
 

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