Succinity produziert erste kommerzielle Mengen biobasierter Bernsteinsäure

Succinity GmbH, das Joint Venture zwischen Corbion Purac und BASF für die Herstellung und den Vertrieb von biobasierter Bernsteinsäure, hat die erfolgreiche Inbetriebnahme seiner ersten kommerziellen Produktionsanlage bekanntgegeben. Die Anlage am Corbion-Purac-Standort Montmeló/Spanien verfügt über eine Jahreskapazität von 10.000 Tonnen und stellt biobasierte Bernsteinsäure in kommerziellen Mengen für den Weltmarkt her. Neben dieser ersten Anlage, plant Succinity eine weitere Großanlage. Die endgültige Investitionsentscheidung für diese Anlage erfolgt nach einer erfolgreichen Markteinführung. Das Succinity-Verfahren beruht auf erneuerbaren Rohstoffen und bindet Kohlendioxid. Der BASF-eigene Mikroorganismus Basfia succiniciproducens ermöglicht die flexible Nutzung unterschiedlicher Einsatzstoffe. Darüber hinaus lässt sich biobasierte Succinity-Bernsteinsäure dank einer geschlossenen Kreislauffertigung effizient ohne größere Abfallströme herstellen. Eine aufwändige nachgeschaltete Aufbereitungsmethode stellt zudem die hohe Qualität der erzeugten Bernsteinsäure sicher.

Aufgrund technologischer Fortschritte und eines gestiegenen Bedarfs an Zwischenprodukten aus erneuerbaren Rohstoffen in verschiedenen Anwendungsbereichen arbeiten BASF und Corbion Purac bereits seit 2009 an der Entwicklung biobasierter Bernsteinsäure. Im Vergleich zu herkömmlicher, aus fossilen Rohstoffen gewonnener Bernsteinsäure und anderen Dicarbonsäuren weist biobasierte Bernsteinsäure eine
deutlich bessere CO2-Bilanz auf. Biobasierte Bernsteinsäure ist ein vielseitiger Baustein mit erheblichem Potenzial im Markt für chemische Zwischenprodukte. Anwendungsmöglichkeiten bestehen in zahlreichen Gebieten, unter anderem bei Bio-Polymeren (zum Beispiel Polybutylensuccinat, PBS), Polyurethanen, Coatings und Life-Science-Produkten.
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