Balance-Akt mit 53 Tonnen

Das Wetter war die entscheidende Komponente: Es musste Windstille herrschen im Chempark Dormagen, als ein Spezialkran das rund 53 Tonnen schwere Dach auf einen neuen  Salzsäure-Tank von Bayer Material­Science hob. Der jetzt errichtete Tank misst 18 Meter im Durchmesser und 25 Meter in der Höhe. Er besteht  aus gummiertem Stahl und  hat ein Volumen von 5.500 Kubikmetern.

2012-0200-1Die Erweiterung des Salzsäure-Tanklagers am Standort Dormagen ist ein Teilprojekt der geplanten Großanlage zur Herstellung von Tolu­ylendiisocyanat - kurz TDI genannt. Das ist ein Vorprodukt für Polyurethan-Weichschaum. Aus ihm entstehen langlebige Komfortprodukte wie Kaltschaum-Matratzen oder komfortable Autositze, die aus dem modernen Lebensalltag nicht mehr wegzudenken sind.
Bei der Produktion von TDI und anderen Polyurethan-Rohstoffen fällt Salzsäure als Nebenprodukt an. Diese wird zum einen für den eigenen Bedarf bei Bayer MaterialScience wiedergenutzt. Zum anderen wird die verbleibende Menge auch an andere Unternehmen innerhalb und außerhalb des Chemparks geliefert. „Gut, dass diese technisch knifflige Aktion geklappt hat. So sind wir voll im Zeitplan. Denn dieses Projekt ist ein wichtiger Mosaikstein als zukünftiger Salzsäure-Abnehmer unseres neuen TDI-Betriebs, der ja direkt gegenüber errichtet wird", freut sich Steffen Kühling. Er leitet bei Bayer MaterialScience den Bereich Produktion und Technologie der Polyurethane. Und Andreas Amling,  weltweit verantwortlich bei Bayer MaterialScience für die Basis-Chemikalien, ergänzt: „Das Projektteam und die beteiligten Partnerfirmen haben gute Arbeit geleistet. Das technische Verschließen unseres Tanks ist ein großer Schritt voran in unserem Konzept, die Salzsäure-Vermarktung europaweit auszubauen." Dafür werden an der Salzsäureanlage in Dormagen gerade auch noch zusätzliche Abfüllstellen für Tankkraftwagen gebaut.