Alles für’n …

 

Na, na … DAS schreib ich hier sicher nicht! Aber durch einen Verteilerfehler der Sputnik Agentur (Münster) erhielt ich eine Pressemeldung der Firma Albaad und da ich ein ziemlich neugieriger Mensch bin, habe ich den „Appell zum Tag des Toilettenpapiers“ natürlich gelesen.

Der 26. August ist der Tag des Toilettenpapiers – ich hatte keine Ahnung, dass es den gibt, aber die Geschichte des Toilettenpapiers fand ich doch ganz amüsant und interessant.


Vom Finger zum Feuchttuch: eine kleine Geschichte des Toilettenpapiers
Wie unsere heutige Wischkultur entstanden ist

Drei Jahre unseres Lebens verbringen wir auf dem stillen Örtchen und rund 2.500 Mal pro Jahr besuchen wir die Keramikabteilung. Über ein elementares Toiletten-Utensil denken wir jedoch erst dann nach, wenn es mal fehlt: Das Toilettenpapier. Es ist hierzulande so selbstverständlich wie die Toilette selbst. Dass das jedoch nicht immer der Fall war, zeigt der lange Weg zur Herstellung der ersten „Toilettenpapierrolle“, wie wir sie heute kennen. Für diese Erfindung mussten nicht nur Menschen einiges über sich ergehen lassen, sondern auch so manches Federvieh.

Historischen Quellen zufolge benutzten die Römer zuerst ihre Finger und später Stöcke, an denen kleine Schwämme befestigt wurden. Im antiken Griechenland wischte man mit Steinen und Tonscherben. Die Germanen verwendeten vor allem Stroh und Laub. Besonders experimentierfreudig und nicht gerade zimperlich waren Menschen im Mittelalter und in der frühen Neuzeit: Lumpen, Moos, Holzspäne, Maiskolben, Laub und Leinwandfetzen wurden zur Reinigung verwendet. Angeblich kamen sogar lebendige Hühner und Gänse für diese Zwecke zum Einsatz.

Das erste Papier wurde im China des 6. Jahrhunderts benutzt und war aufgrund seiner Kostbarkeit lange Zeit dem Kaiser und seiner Familie vorbehalten. Erste Hinweise auf eine Massenherstellung in China finden sich im 14. Jahrhundert: 1391 produzierte das kaiserliche Versorgungsamt jährlich 720.000 Blatt in einer Größe von etwa einem halben Quadratmeter. In Deutschland ist der Gebrauch von minderwertigem Papier erst seit dem 16. Jahrhundert verbürgt. Bis „richtiges“ Toilettenpapier für die Masse der Bevölkerung verfügbar sein würde, sollten jedoch noch mehrere hundert Jahre vergehen.

1857 entwickelte der US-Amerikaner Joseph Gayetty das erste industriell hergestellte Toilettenpapier. In einer Schachtel „Gayettys medicates Papers“ befanden sich einzelne Blätter, die in Aloe-Extrakten getränkt und mit dem Namen des Erfinders bedruckt waren. Das Toilettenpapier wurde als „größte Notwendigkeit unserer Zeit“ beworben, zumal der Aloe-Extrakt angeblich bei Hämorrhoiden helfen sollte. Gayetty hatte mit seiner Erfindung jedoch keinen Erfolg: Mediziner lehnten sein Produkt ab und den meisten Verbrauchern war es schlichtweg zu teuer. Für 1.000 Blatt musste man einen Dollar auf den Tisch legen, das entspricht einem heutigen Kaufpreis von etwa 23 Euro.

Seinen Siegeszug trat das Toilettenpapier erst an, als es Ende des 19. Jahrhunderts auf Rollen gewickelt wurde. Der Hersteller, die Scott Paper Company aus Philadelphia, vertrieb das Produkt zunächst unperforiert und unter einem anderen Namen, um den Ruf des eigenen Unternehmens nicht zu schädigen. In Deutschland wurde 1928 die erste Toilettenpapierfabrik von Hans Klenk gegründet. Seine erweiterten Initialen bildeten den Namen des Unternehmens: Hakle.

Wer mehr wissen will kann ja googlen oder unter http://www.kleiner-kalender.de/rubrik/00788-tag-des-toilettenpapiers.html nachlesen.


Und jetzt noch ein paar Infos zu den nächsten Veranstaltungen:

Wir werden wieder PU-relevante Online-Vorschauen zur K 2016 und Composite Europe starten (bei ausreichender Beteiligung auch zur Filtech und Bondexpo) – bitte senden Sie uns rechtzeitig Ihre Presseinformationen zu.

Übrigens die nächste Polyurethanex (Ort und Datum im Veranstaltungskalender) findet nicht wie üblich im Crocus Expo Centre statt, sondern die Messe zieht ins Zentrum Moskaus um! Weitere Infos lesen Sie in unserer nächsten Ausgabe.
Birgit Harreither


P.S: Einige interessante Meldungen, die uns erreicht haben, konnten wir aus Platzgründen nicht im Printmedium einfügen – daher gibt es in Kürze noch einen Newsletter, den wir Ihnen zumailen werden (bitte teilen Sie uns bei Änderungen Ihre neue Email Adresse mit).