Will man mich hier nur noch veräppeln?

eigentlich wollte ich über den Composite-Markt und die Entwicklungen im Leichtbau schreiben und über die bisher schon bei über 75 Personen liegende Teilnehmerzahl unseres PU Elastomer Branchentreffs, der diesmal definitiv internationalen Status erreicht hat und zu 100 Prozent simultan DEU-ENG + ENG-DEU übersetzt wird. Interessenten können sich noch bis zum 11. September anmelden. Aber zu viele andere Meldungen verwirren mich:

Gestern erreichte mich folgende E-Mail:
Sehr geehrte Frau Harreither,
herzlich möchten wir Sie zum Pressegespräch einladen zum Thema Virtual & Augmented Reality.
Ziel: führender Dienstleister für Projekte im Bereich VR/AR zu sein und im kommenden Jahr zehn Prozent des Umsatz mit VR/AR-Projekten zu generieren. … Warum ist Virtual & Augmented Reality (VR/AR) der nächste große Trend? Welchen Herausforderungen muss sich der Mittelstand, müssen sich DAX-Unternehmen in Bezug auf Virtual & Augmented Reality stellen? Was müssen Unternehmen beim Umgang mit Virtualität auch in Organisation und Produktion beachten? Welche neuen Märkte bieten sich der Industrie und dem Dienstleistungssektor durch die neuen Technologien? Welche Verwerfungen sind in der Kommunikationsbranche – von Agenturen bis Marketingabteilungen – zu erwarten?

Also, ich musste die E-Mail 5 mal lesen, um zu begreifen, dass ich keine Ahnung habe, was man mir damit sagen will, geschweige denn, ob und wie ich diesem „nächsten großen Trend“ folgen kann, bin aber hoffnungsfroh, dass ich es auch ohne Virtualität mit einherschreitendem Realitätsverlust, weil nicht computergestützt, schaffe, alt zu werden. Wenn nicht – möge dann jemand bei Zeiten erwähnen, dass es am nicht verstandenen VR/AR lag.

Die nächsten beiden Meldungen standen im Handelsblatt an zwei nachfolgenden Tagen:

1. Tag:
Wirtschaft braucht jährlich 500 000 Zuwanderer
Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland wird nach Schätzung von Arbeitsmarkt-Forschern in den kommenden 35 Jahren um knapp 20 Prozent sinken. Diese Prognose kommt aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das zur Bundesagentur für Arbeit (BA) gehört …


2. Tag:
Zahl der Arbeitslosen im Euroraum steigt
Die Arbeitslosenzahl in der Euro-Zone ist im Juni um 31.000 Personen auf 17,7 Millionen gestiegen. Dieser erste Zuwachs seit September 2014 ist vor allem auf den Anstieg der Arbeitslosenzahl in Italien zurückzuführen.

Also, was jetzt? Die EU verfügt über 17,7 Mio. Arbeitslose und Deutschland benötigt 500.000 Zuwanderer, die arbeiten sollen …bitte einmal für politische Gut-Ignoranten wie mich – wieso können die 17,7 Mio. EU-Bürger, die ja sowieso EU-Sozialunterstützung aus EU-Steuergeldern erhalten, nicht entsprechend eingesetzt werden? Wieso brauchen wir dann noch mal zusätzlich 17,5 Mio. Zuwanderer in den nächsten 35 Jahren aus dem Nicht-EU-Ausland … versteh ich nicht.

Ebenfalls schwer in der Diskussion steht TTIP: Vor allem umweltrechtliche und gesundheitliche Bedenken scheint es noch und nöcher zu geben – einiges klingt sogar für mich sehr beängstigend … gerade im Nahrungsmittelbereich ist die USA wirklich kein Vorbild, wie auch die folgende Pressemeldung zeigt:
Zahl der übergewichtigen Amerikaner steigt
Mehr als zwei Drittel der erwachsenen US-Amerikaner sind übergewichtig oder fettleibig. Das ergab eine im Fachmagazin „JAMA Internal Medicine“ vorgestellte Hochrechnung von Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC. Betroffen sind demnach inzwischen fast 75 Prozent der US-Männer und 67 Prozent der Frauen – 1999 lagen die Werte noch bei 63 und 55 Prozent.


Also warum soll ich hier permanent zwangsbeglückt werden – warum darf ich nur uniform mit dem Strom schwimmen und nichts mitentscheiden?

DAS hat mit dem Grundgedanken einer Demokratie absolut nichts mehr zu tun!
Birgit Harreither

 


Leider haben sich in der Juli-Ausgabe (FAPU 89 Deutsch und Englisch) ein paar Fehler eingeschlichen, für die wir uns hier bitte bei den Unternehmen entschuldigen wollen. Bei den Fotoquellenangaben der Titelbilder wurde der Firmennamen „Rühl Puromer“ leider um ein r gekürzt.

Der Messename Filtech wurde in der englischen Ausgabe konstant falsch geschrieben, nämlich „Filetech“ – was durch die Änderung von der Schreibweise mit Großbuchstaben in die übliche Schreibweise zustande kam … da hat uns die Autokorrektur einen bösen Streich gespielt und keiner hats gemerkt.

 


Composite Europe, BondExpo und FAKUMA: Bitte senden Sie uns Ihre Pressemeldungen für die Onlinevorschau zu!