Vorwort

Fucking Moskau! Sex, Drugs & Wodka 
Nicht, was Sie schon wieder denken – nein, es handelt sich um ein Buch aus dem Heyne Verlag, der Autor ist Chris Helmbrecht – leider nur in Deutsch erhältlich - aber schon die erste Seite beschreibt meinen jährlichen Weg vom Flughafen zum Hotel (den Rest der Geschichte kann nur ein Mann erleben!). Die Tatsache, dass ich eine Frau – deutlich über 25 – bin, mag erklären, warum mir der wilde, heiße Charme und die überschwänglich große Gastfreundschaft von Moskau bisher völlig entgangen sind. Stattdessen erwartet mich in der Regel schon an der Einwanderungsstelle eine „graue Olga“, die sich mit missmutigstem Gesichtsausdruck minutenlang den Pass ansieht – und das trotz tagelangem Warten auf ein Visum von der russischen Botschaft (Kosten: 85–180 Euro je nach Art und Dauer), bei dem man vorher schon die abstrusesten Bescheinigungen (z. B. von der Krankenkasse benötigt man eine Bestätigung, dass man für alle Eventualitäten inklusive der Rückholung im eigenen Todesfalle ab mindestens € 30.000 versichert ist) vorlegen muss. Sollte man selbstständig sein, wird ein aktueller Kontoauszug verlangt (Tipp: ein Gewerbeschein tut’s auch). Schon klar – diese Vorschriften beruhen auf bilateraler Grundlage – aber bringen wir es doch bitte mal auf den Punkt: Ich kenne viele Russen, die gerne hier leben/leben würden, aber keiner aus meinem Bekanntenkreis inklusive mir möchte freiwillig in Russland leben.

Es geht wirklich auch anders: Ein US-Visum kostet € 14 und kann online beantragt werden, in der Regel erhält man innerhalb weniger Minuten die Genehmigung – und die Amis wollen bestimmt nicht, dass man einfach in ihrem Land bleibt.

Zurück zu Moskau: Ohne Chauffeur oder vorbestelltes Taxi ist man hilflos – niemand spricht Deutsch oder Englisch oder Französisch, ich hab’s probiert. Hotelzimmer in Moskau kosten entweder ein Vermögen, oder man findet sich mit vielen Unzulänglichkeiten ab. Hier ist der russische Wodka eine echte ­Hilfe!

Jedes Jahr Ende Januar findet die Interplastica statt – dieses Jahr mit deutlich schwächerer Besucherzahl. Zwei Wochen später veranstaltet Inventra (Creon) eine PU- & TPU-Konferenz und dann nochmal zwei Wochen später findet die Polyurethanex statt.  

Ich habe absolut keine Lust und auch nicht das nötige Kleingeld, um mir das ganze Prozedere drei Mal hintereinander anzutun und das auch noch in der lausigsten Jahreszeit, die man sich für einen Russlandbesuch vorstellen kann – nämlich Winter (ok - diesmal war’s echt milde).
Und hier jetzt mein/unser Vorschlag (auch von Seiten einiger Aussteller!): Bitte, liebe Veranstalter, wenn ihr wollt, dass die Messen und die Konferenz wachsen, dann solltet ihr euch eventuell absprechen und alle drei Events in eine Woche legen oder euch zumindest auf einen deutlicheren Veranstaltungsabstand einigen in einer etwas freundlicheren Jahreszeit. Es würde wirklich helfen.

Meiner Meinung nach die beste Idee kam von einem Polyurethanaussteller aus Deutschland: „Alle drei Veranstaltungen würden locker zeitgleich auf ein Messegelände passen und es könnten alle davon profitieren und gleichzeitig Zeit und Kosten sparen.“

Jetzt noch zu ein paar anderen wichtigen Punkten:
1. Bitte denken Sie daran, dass wir planmäßig wieder unsere Online-Vorschauen – in der Regel ca. zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn –  starten. Dies gilt für folgende Events:  VDI Automotive-Tagung,  American Coatings Show & Conference 2014, UTECH North America 2014

2. „Aluminium Space Frame“ in der FAPU Sept./Okt. 2013 (Zuschrift): „Audi brachte 1994 den A8 mit der Vollaluminiumkarosse in der Space-Frame-Struktur auf den Markt. Es folgten der A2 in Großserie, die beiden A8-Nachfolgermodelle, die beiden R8-Varianten, die beiden Lamborghini Gallado Varianten und der Audi TT. Premium-Wettbewerber haben in einigen Modellen komplett oder örtlich die Audi Space-Frame-Bauweise übernommen, z. B. der Daimler SL, Jaguar und das Drive-Modul des BMW i 3 sind komplett in  Aluminium, der BMW hat in der 5er Reihe örtlich Alu. Konzipiert man konsequent die Sekundäreffekte des Alu-Leichtbaus mit ein, ist Aluminium Space Frame sogar wirtschaftlich. Der Satz in Ihrem Artikel, „derzeit ja auch nur im A8 umgesetzt, ist leider nicht korrekt.“

3. Erratum: In unserer Januar-Ausgabe zum Thema ISOPA-Passivhaus hat sich ein Fehler eingeschlichen: Nicht das niederländische Unternehmen Herculan Sports Surfaces B.V. (www.herculan.com), sondern Herculan Synthetic Products BV, hat auf Basis aromatischer Isocyanate zwei PU-Fußbodenbeschichtungen aufgetragen.

Übrigens - meine absolute Lieblingsheadline des Monats Februar:
„Mercedes-Benz bringt erneuerbaren Kraftstoff auf die Straße“.
Juhuhh, wir müssen nie wieder tanken. Wir müssen uns nur einen Mercedes kaufen, oder hab ich das falsch verstanden?
Birgit Harreither