Prosit Neujahr 2014!

wünschen wir allen unseren Lesern – Gesundheit und Erfolg im neuen Jahr.

Viele haben es schon mitbekommen, dass die FAPU ab diesem Jahr nur 5 x statt bisher 6 x erscheinen wird. Ich habe lange darüber nachgedacht wie man die Gründe am besten kommuniziert, ohne dass ein falscher Eindruck entsteht und bin zu der Überzeugung gelangt, dass es da keinen wirklich „richtigen“ Weg gibt. Zur Vermeidung von abstrusen Gerüchten probiere ich es über das Ausschlussverfahren mit den drei vermutlich häufigsten Annahmen:

NEIN – ich bin nicht pleite und kann mir deshalb nur noch 5 Ausgaben leisten!

NEIN – auch der große Reichtum ist leider nicht ausgebrochen

NEIN – das Alter hat ebenfalls noch nicht so krass zugeschlagen, dass ich nur noch langsam arbeiten kann

Wen es wirklich ernsthaft interessiert, der kann mich gerne persönlich fragen!

Zum Jahresbeginn möchte ich eine Zusammenfassung aus einigen Meldungen, die mich 2013 wieder mehr oder weniger erheitert, geben.

Da ich nur wenige der europäischen Sprachen verstehe, ist das jetzt natürlich nur auf bestimmte Länder bezogen – aber ich behaupte mal, dass die Politik in den restlichen Ländern auch nicht sinniger ist.

Zum Beispiel der Begriff Subvention - er kommt vom lat. subvenire = „zu Hilfe kommen“ und lt. Wikipedia gibt es keine international verbindliche Definition des Subventionsbegriffes. Eine solche wäre aber notwendig und wünschenswert. Auf die Frage zur Bedeutung des Begriffs „Subvention“ findet man im Internet u.a. folgende Antwort: „Subventionen sind materielle Vorteile ohne unmittelbare Gegenleistung, sprich der Staat gibt einem angeschlagenen Unternehmen Geld, verlangt dafür aber keine Gegenleistung.“

Das möchten manche EU-Länder gerne mit unseren Steuergeldern umsetzen, um sich ihren Atomstrom zu finanzieren. Begründung: „Es handelt sich, wie bei den erneuerbaren Energien, um eine emissionsarme und klimafreundliche Technologie.“ („Autsch“)

In der Wirtschaft dienen Subventionen als Anschubfinanzierung, damit sich neue Technologien entwickeln und am Markt behaupten können. Das trifft ja wohl kaum auf die Atomkraft zu, die bereits vor über 50 Jahren ihre Markteinführung hatte.

Trotzdem drängten die Länder Großbritannien, Frankreich, Tschechien, Polen, Litauen und Ungarn die EU, nicht nur den Weg für die Förderung von AKW-Neubauten, sondern auch für den Verkauf von Atomstrom frei zu machen. Im Juli 2013 legte EU-Wettbewerbskommissar Almunia einen Entwurf vor, nach dem die Länder die Atomkraft künftig hätten subventionieren dürfen.

Gott-sei-Dank wurde dieser Entwurf im Oktober abgelehnt – doch dürfen AKWs in Einzelfällen trotzdem subventioniert werden. Frankreich und Großbritannien haben bereits Anträge gestellt.

Frankreich scheint überhaupt sehr klimaorientiert zu sein, denn da will man eine Klimasteuer einführen. Details wie die Höhe der Abgabe müssten aber noch diskutiert werden, erklärte Premierminister Jean-Marc Ayrault.

Damit soll der Ausbau erneuerbarer Energien beschleunigt werden. Fossile Brennstoffe wie Heizöl oder Erdgas sollen künftig je nach Kohlenstoffgehalt besteuert werden. Bei Atomstrom soll der Uranverbrauch als Grundlage dienen.

Gibt es dann künftig auch eine EU-Klimasteuer für das Geschwätz von Politikern? Wer viel redet atmet auch mehr CO2 aus. Manche sollten besser schweigen.

Interessant – obwohl es nichts mit PU zu tun hat, fand ich diese Information:

Abwärme ersetzt Öl, Gas und Fernwärme

Die zukunftsweisende Gebäudebeheizung und Warmwasseraufbereitung nutzt die Abwärme dezentraler Internet-Server.

Mit dieser zukunftsweisenden Wärmenutzungstechnologie bietet Streif Haus seinen Kunden eine wirklich clevere Innovation, die eine echte Alternative zu bisher genutzten Heiztechniken darstellt.

Bei dem Streif Heat Server handelt es sich um einen feuerfesten Serversicherheitsschrank. Die beim Serverbetrieb entstehende Wärme wird als Abwärme zur Beheizung des Gebäudes genutzt und in einen Pufferspeicher eingespeist. Daraus wird der Wasserkreislauf der Heizung versorgt und die Trinkwassererwärmung sichergestellt.

Zusätzlich wird über das kontrollierte Be- und Entlüftungssystem der Streif Häuser die Abwärme zur Frischlufterwärmung genutzt.

Heizen_Foto_STREIF_HEAT_SERVERDie umfassende Nutzung der eingesetzten Energie, einmal zum Betrieb des Internet-Servers, der ohnehin Strom benötigt, sowie das Vermeiden zusätzlicher Kühlenergie und die Einspeisung der Wärmeenergie in das Beheizungssystem verdeutlichen die Innovationskraft von Streif. Diese Nutzung der Abwärme beschert ökonomische sowie ökologische Vorteile und verdeutlicht, wie einfach die Energiewende umsetzbar ist.

Mindestens 15 Jahre lang keine Heiz- und Wartungskosten
Für die Hauseigentümer fallen mindestens 15 Jahre lang keine Betriebskosten für Strom und Wartung an, weil der „Cloud-Partner“ das übernimmt. Durch die kostenneutrale Nutzung der anfallenden Abwärme ist der Streif Heat Server eine kostengünstige und ökologische Wärmequelle für die Beheizung und die Warmwasserversorgung.

Der Serverschrank mit ähnlichen Abmessungen wie die eines modernen Standkühlschrankes wird im Hausanschlussraum oder Technikraum aufgestellt und dient als Knotenpunkt innerhalb einer so genannten „Computing Cloud“.

Die Anschlüsse an die Haustechnik sind identisch mit denen einer Wärmepumpe und verursachen somit keinen zusätzlichen Installationsaufwand. Für die permanente Verfügbarkeit von Warmwasser wird der Streif Heat Server mit einem Pufferspeicher kombiniert.

Die Bewohner können den Internetanschluss natürlich gleich mit nutzen - und da es sich um einen inländischen Serverstandort handelt, dürfte das ganz nebenbei noch zur Datensicherheit beitragen.

Übrigens – eine letzte Meldung aus der deutschen Tagespresse – „dank der hohen Steuerzahlungen steht der deutsche Staat weit besser da als von der Bundesregierung erwartet. Im ersten Halbjahr 2013 verbuchten Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherungen einen Überschuss von 8,5 Milliarden Euro in ihren Kassen. Ökonomen erwarten nun für das Gesamtjahr mindestens einen ausgeglichen Etat.“ Einen Anlass für Steuerentlastungen sehen aber die regierenden Parteien trotzdem nicht. Der Finanzminister hält die Steuersätze, wie sie derzeit in Deutschland gelten, für ausgewogen und SPD, Grüne und Linke wollen die Steuern sogar noch deutlich erhöhen.

Mehr und dann auch Ernsthafteres zum Thema „Energie“ wird es in unserer Juli-Ausgabe geben. Bitte beachten Sie unseren Themenplan in den Mediadaten. Wenn Sie einen Beitrag zu den entsprechenden Themen haben – sprechen Sie mich gerne jederzeit an.

Revision der F-Gas-Verordnung (EG) Nr. 842/2006
Am 16. Dezember 2013 erfolgte in Brüssel zwischen der EU-Kommission, dem Europäischen Rat und dem EU-Parlament eine Einigung zur Revision der F-Gas-Verordnung.
Die neuen Inhalte, auf die sich diese Institutionen verständigt haben, bedürfen noch der Billigung vom Rat und vom Parlament. Im Falle der Zustimmung bis April 2014, könnte die neue F-Gas-Verordnung zum 01.01.2015 in Kraft treten. Zwar kommen Treibgase hauptsächlich in der Klimatechnik zum Einsatz, doch auch die Polyurethanindustrie setzt diese Treibmittel zur Schaumherstellung – vorwiegend im Spritzschaum – ein. Hersteller wie Honeywell, Arkema und Dupont bieten bereits jetzt F-Gas-Verordnungskonforme Alternativen an. Andere Hersteller dürften ab 2020 ein Problem haben.

Europa – Marktdaten(*) Dämmschaum (Spritzschaum, Dämmplatten und ­Sandwichpaneele)
DACH (**)
Benelux
Frankreich
Ungarn
Italien
Polen
Portugal
Russland (***)
Nordic Countries
Slowenien
Slowakei
Spanien
Türkei
115.500 t/J
95.000 t/J
55.000 t/J
10.000 t/J
85.000 t/J
19-20.000 t/J
es liegen keine Infos vor
< 50.000 t/J
24.000 t/J
1.000 t/J
900 t/J
70.000 t/J
es liegen keine Infos vor
(*) Alle Angaben sind ohne Gewähr, da unsere Überprüfungen zum Zeitpunkt des Andrucks noch nicht abgeschlossen waren
(**) DACH = Deutschland, Österreich, Schweiz
(***) Diese Mengenangabe liegt deutlich unter jener, die wir letztes Jahr (siehe FAPU Ausgabe 76) aus Russland erhalten haben



Allgemein scheint sich die europäische Baubranche wie folgt zu entwickeln:

Deutschland und Großbritannien sind leicht im Aufwärtstrend. In den Niederlanden kämpfen die Verarbeiter von Spritzschäumen noch mit den neuesten Vorurteilen, trotzdem stellt sich die Baubranche für 2013 und 2014 weniger negativ dar im Vergleich zu 2012. In Frankreich, Italien und Spanien ist die Baubranche nach wie vor rückläufig.
Der belgische Baumarkt wird als relativ stabil angesehen, jedoch liegt die polnische Bauindustrie schwer am Boden.

Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei einigen Personen und Verbänden für die Mithilfe zur Beschaffung von Informationen und Daten in dieser Ausgabe bedanken.
Birgit Harreither