... und das Jubiläumsjahr geht weiter -

1000 Dinge zu sagen und doch fehlt die Zeit dafür. Das Messefrühjahr war für die meisten ein voller Erfolg - egal ob VDI-Automotiv-Tagung oder JEC, NPE oder PaintExpo - es boomt wieder. Auf der UTECH herrschte am ersten Tag am Eingang Chaos - man könnte natürlich lästern und sagen: „Schlechte Organisation" - man kann es auch positiv sehen und behaupten: „Mit so einem Andrang hat keiner gerechnet." Wie auch immer, dass der Messeeintritt diesmal gratis war, hat offensichtlich wesentlich mehr Verarbeiter - also „Kunden" - angelockt (Zitat einiger Aussteller) als bisher.

Wir beschäftigen uns in dieser Ausgabe speziell mit PU-Gieß­elastomeren und auch hierzu gab es auf der UTECH einen klaren Trend: „Quecksilberfrei" (das Gesetz schreibt es ab jetzt so vor) und diesmal stimmt es! Denn schon vor 20 Jahren haben einige Systemhersteller genau das bereits behauptet - ohne rot zu werden - und ihre Händler und Distributoren - also auch mich - durch die Industrie gescheucht, um allen Kunden die frohe Botschaft zu überbringen.

Ein weiterer positiver Trend wird endlich umgesetzt: „­MBOCA-frei" - seit 30 Jahren steht der Vernetzer unter Bann, aber auch hier galt „Totgesagte leben länger".

Safe-the-Date
seekrankNeues gibt es auch zum PU-Elastomerbranchentreff zu berichten. Dieser findet ab 2013 (18.-19.9.2013 - weitere Infos im Veranstaltungsbereich dieser Ausgabe) nicht mehr im KuZ Leipzig statt, sondern wird regional rotieren. Wir beginnen mit dem Veranstaltungsort Hamburg und Teilnehmer sollten darauf achten nicht seekrank zu sein: denn es geht abends auf die Elbe!

Ebenfalls einen Schritt weiter­gekommen ist das KuZ Leipzig und wird vom 25.-27. September 2012 das erste „Anwenderseminar PU-Elastomere" durchführen, hier können Mitarbeiter aus verarbeitenden Betrieben (Maschinen­bediener, Vorarbeiter, Neueinsteiger) wichtiges zur PU-Gießverarbeitung lernen. Weitere Informationen unter www.kuz-leipzig.de.

Der Gewinner unseres Wettbewerbs dürfte jetzt ebenfalls ­feststehen - die Firma Pleiger verarbeitet seit 1952 Vulkollan, und gehört damit zu den Pionieren. Wir werden im Herbst dazu berichten.

Auch wenn es die „Schäumer" nicht so wahrhaben wollen - die ersten kommerziellen PU-Anwendungen kommen aus dem Kompaktverguss, so zum Beispiel der Pfennigabsatz aus Polyurethan. Die extrem schlanken original italienischen ­Stöckelschuhe aus den späten 1950er und frühen 1960er ­Jahren hatten einen Absatz von max. 5 mm Durchmesser, der aus Metall war und somit weithin zu hören. Dies änderte sich abrupt durch die aufgeklebten bzw. angenagelten PU-Plättchen. Nur in Frankreich waren sie verpönt - denn der Franzose war der Meinung, man müsse eine Dame rechtzeitig kommen ­hören - warum wohl?

 

Birgit Harreither