Der Messeherbst beginnt

Der Messeherbst beginnt

... und wir werden, wie schon seit Jahren üblich, für folgende Veranstaltungen einen Ausstellerüberblick zeitnah ins Netz stellen. Wer sich dann konkret informieren will welche Aussteller zum Thema Polyurethan auf den Messen wo zu finden sind, kann sich diese Informationen auf unserer Website www.fapu.de holen. Wer unsere Leser darüber informieren möchte, was er/sie zum Thema Polyurethan präsentiert, kann uns ab sofort die entsprechenden Infos (gerne auch mit Bildmaterial) zusenden:

Messeliste:

Composites Europe 2011

27.09.-29.09.2011

Neue Messe Stuttgart

BondExpo

10.10.-13.10.2011

Neue Messe Stuttgart

Fakuma 2011

18.10.-22.10.2011

Messe Friedrichshafen

Wir werden uns diesmal zum Thema „Polyurethan im Bereich erneuerbarer Energien" mit einem eigenen Stand auf der 26th European Photovoltaic Solar Energy Conference & Exhibition vom 5.-8./9. September 2011 in der Messe Hamburg (Halle B4 G / Stand A 34) präsentieren. Da dies fast zeitgleich mit dem Versand dieser Ausgabe stattfindet, ist für eine Vorschau keine Zeit geblieben. In unserer nächsten Ausgabe können Sie jedoch einen Bericht über unseren Eindruck von dieser Branche lesen, die ja nach den schrecklichen Ereignissen in Japan gemeinsam mit der Windenergie und diversen anderen umweltfreundlichen Energiegewinnungsmethoden einen weiteren Aufschwung erlebt.

Auch im Juni 2011 auf der Jubiläumsfeier zum 50. Windstammtisch in Hamburg wurde vom BWE deutlich gemacht, dass man unter Nutzung der verfügbaren Methoden sowie deren Ausbau und Weiterentwicklung eine saubere und durchaus flächendeckende Energieversorgung in Zukunft leisten kann, und das auch zu vernünftigen Preisen.


Energietabellt-korr-2-DEBleiben wir beim Thema Photovoltaik und Solarenergie - für 2011 wird geschätzt, dass der Umsatz in dieser Branche bei fast 51 Mrd. US$ liegt. Wobei die Solarbranche gut von Aufträgen von Privathaushalten, landwirtschaftlichen Betrieben und Gewerbegebäuden lebt. Die großen Solarparks dagegen leiden unter den kurzfristigen Schwenks der politischen Rahmenbedingungen. Nach Spanien, Frankreich, Tschechien und Deutschland hat jetzt aber auch Italien abrupt die Spielregeln geändert. Das verunsichert Projektierer und Finanzierer. Gleichzeitig geraten europäische Hersteller unter den Druck der chinesischen Konkurrenz. Nimmt man den inzwischen permanent hohen Rohölpreis, wird klar, dass man weltweit umdenken muss.

Schon jetzt kostet Strom aus der Windkraft ca. 7 Cent (Atom-/Kohlekraft = 3,5 Cent), Solarstrom liegt derzeit noch über 20 Cent, hat aber gerade durch einen neuen technischen Fortschritt einen wesentlichen Schritt zur besseren Kosteneffizienz geschafft (ganz genau konnte man mir das noch nicht sagen, aber man rechnet ab sofort mit unter 15 Cent).

Grafik_Kosten_Solarstrom_3zhlv4nIch habe mal nachgerechnet, mein Strompreis liegt bei 20 Cent/kWh und das ist unter dem deutschen Durchschnitt. Also kurz nachgedacht - warum zicken die Energiekonzerne rum? Es geht natürlich um Profit.
Weltweit wird die Nachfrage nach Strom bis zum Jahr 2030 nach einer Prognose der Internationalen Energieagentur um bis zu 75 % steigen. Damit verdient man auch Geld - aber warum bescheiden sein? Mit den jährlichen Strompreiserhöhungen, die sowieso stattfinden, würde man die Differenz locker ausgleichen.

Ende der 70er Jahre - also meine Sturm-und-Drang-Periode - galt der Slogan: „Atomkraftgegner überwintern mit kaltem Hintern". Nun, ich denke, davor braucht man sich heute nicht mehr zu fürchten. Wer das Buch „Mythen der Atomkraft. Wie uns die Energielobby hinters Licht führt" von Gerd Rosenkranz (Journalist und Energieexperte) lesen möchte - es ist beim oekom verlag, München, unter www.oekom.de erhältlich -, erfährt wichtiges Know-how zur Atomenergie und was sie ist: eine unverantwortliche und teure Risikotechnologie.

Deutschland hat mit dem Beschluss zum Atomkraftausstieg die Vorreiterrolle übernommen. Einer muss ja den Anfang machen.

 

Birgit Harreither

 


Das Prinzip des EU-Rettungspakets am ­Beispiel Griechenlands
Es ist ein trüber Tag auf Rhodos. Es regnet und alle Straßen sind wie leergefegt. Die Zeiten sind schlecht, jeder hat Schulden und alle leben auf Pump.
An diesem Tag fährt ein reicher Deutscher durch Rhodos und hält bei einem kleinen Hotel.
Er sagt dem Eigentümer, dass er gerne die Zimmer anschauen möchte, um vielleicht eines für eine Übernachtung zu mieten, und legt als Kaution einen 100-Euro-Schein auf den Tresen.

1. Der Eigentümer gibt ihm einige Schlüssel.
2. Als der Besucher die Treppe hinaufgegangen ist, nimmt der Hotelier den Geldschein, rennt zu seinem Nachbarn, dem Metzger, und bezahlt seine Schulden.
3. Der Metzger nimmt die 100 Euro, läuft die Straße hinunter und bezahlt dem Bauern das Schwein.
4. Der Bauer nimmt die 100 Euro und bezahlt seine Rechnung bei der Genossenschaft.
5. Der Mann dort nimmt den 100-Euro-Schein, rennt zu seiner Kneipe und bezahlt dort seine offenen Rechnungen.
6. Der Wirt schiebt den Schein zu einer an der Theke sitzenden Prostituierten, die auch harte Zeiten hinter sich hat und dem Wirt einige Gefälligkeiten auf Kredit gegeben hatte.
7. Die Prostituierte rennt zum Hotel und bezahlt ihre ausstehenden Zimmerrechnungen mit den 100 Euro.
8. Der Hotelier legt den Schein wieder zurück auf den Tresen.
In diesem Moment kommt der Reisende die Treppe herunter, nimmt seinen Geldschein und meint, dass ihm keines der Zimmer gefällt - und verlässt Rhodos.

Fazit
Niemand produzierte etwas. Niemand verdiente etwas.
Alle Beteiligten sind ihre Schulden los und schauen mit ­großem Optimismus in die Zukunft.
So, nun wissen Sie Bescheid - so einfach funktioniert das EU-Rettungspaket!
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