Europäisches Symposium zum Vorsorgeprinzip in Wien

Behörden, Interessensvertretungen und Public-Affairs Manager aus den 28 Mitgliedsstaaten der EU treffen einander am 14./15. November in Wien, um über Grundlegendes zu diskutieren: das Vorsorgeprinzip. Organisiert wurde das hochkarätig besetzte Symposium in Zusammenarbeit von PlasticsEurope Austria und dem Umweltbundesamt. Konferenzort: das Wiener Museumsquartier, Konferenzsprache: Englisch.

Neben Informationen aus erster Hand bietet das Wiener Symposium eine einzigartige Gelegenheit zum persönlichen Kontakt mit zentralen Akteuren der “Risk Community”. Und zwar aus allen Bereichen: aus Industrie und Behörden, aus Brüssel wie aus den Mitgliedsstaaten.

Nicht der Streit um wissenschaftliche Details, sondern die Suche nach gemeinsamen Zielen steht im Zentrum der 2-tägigen Veranstaltung. Drei Themenblöcke strukturieren die Diskussion:

1. EU-Regulations – obstacle or asset in a global market?
Kann Regulierung die Innovation in Europa beschleunigen oder sinkt aufgrund erhöhter Kosten die globale Wettbewerbsfähigkeit? Wie sehen EU-Parlament, OECD oder Amerikaner diese Thematik?

2. Endocrine Disruption – applying new scientific concepts still under dispute?
Hormonell aktive Substanzen erhitzen wie kein anderes Thema die Gemüter. Kaum ein Gebiet, in dem Wissenschaftler dermaßen unterschiedliche Ansichten vertreten. Somit ein Paradefall für die Anwendung des Vorsorgeprinzips als transparente Methode mit Unsicherheit umzugehen.

3. The SVHC Roadmap – managing risk, walking the road with confidence.
REACH wird sich weiterentwickeln. Die SVHC Roadmap 2020 soll für Behörden wie für die Industrie Richtschur sein und Kalkulierbarkeit erleichtern. Wie wirken sich neue Regulierungen auf das Recycling von früher verwendeten Substanzen aus?
 
Vortragen werden unter anderen: Bjorn Hansen, DG Environment (Head of Chemicals, Biocides and Nanomaterials), Jack de Bruijn, ECHA (Director of Risk Management), Hans Bruyninckx, EEA (the new Executive Director of the European Environment Agency), Bob Diderich, OECD (Head of Division Environment, Health and Safety), Jim Willis (Secretary General of the Basel, Rotterdam and Stockholm Conventions), Marike Kolossa-Gehring, UBA (Toxicologist, Human Biomonitoring), Jean Nicolas Ormsby, ANSES (Risk Assessment Department, Deputy Director), Michael Taylor (SPI: The (US) Plastics Industry Trade Association), Jörg Leichtfried, MEP (Monitoring Rapporteur for the negotiations on US/EU Free Trade Agreement in the EU parliament).
Und weitere Repräsentanten der Industrie von Cefic, PlasticsEurope, VinylPlus, ECPI, BASF, Bayer MaterialScience etc. Erfahrene Redakteur­Innen von Chemical Watch, dem Informationsdienst für „global risk and regulation news”, sorgen für die fachkundige Moderation von Podiums- und Publikums-Diskussionen.

Das Wiener Symposium zielt gleichermaßen auf Behörden wie auf Industrie. Auf den Punkt gebracht, sollen Vorträge und Diskussionen die zentrale Frage beantworten:
Wie sehen die (jeweils) anderen die Welt – und warum?

Somit ist „Networking“ ein integraler Bestandteil der Veranstaltung – und besteht aus mehr als bloß einem gemeinsamen Dinner im Kunsthistorischen Museum Wien.

Zur Registrierung gelangen Sie via PlasticsEurope Portal oder direkt: http://www.plasticseurope.org/plastics-and-the-precautionary-principle.aspx