Mehr Sicherheit und Komfort mit Bayer-Polyurethanen

Wer im Straßenverkehr zu Fuß unterwegs ist, lebt gefährlich. Die Europäische Kommission schätzt, dass rund ein Fünftel aller Verkehrstoten in Europa Fußgänger sind. Autohersteller nehmen deshalb neben dem Insassenschutz auch verstärkt die Sicherheit von Passanten in den Blick.

Die Volvo Car Corporation geht hier voran. Sie setzt bei Motorabdeckungen für Vierzylinder-Diesel­motoren auf eine ausgeklügelte Kombination von Bayer-Werkstoffen. Zwei spezielle Polyurethan-Systeme sorgen bei einem Aufprall auf der Kühlerhaube für eine weiche „Landung“: Die daraus gefertigte Motorabdeckung ist elastisch und wirkt wie eine Knautschzone, so dass die Folgen des Aufpralls gemildert werden. Daneben setzt der Autohersteller noch weitere Maßnahmen des Fußgängerschutzes ein.

Volvo Car war auf der Suche nach einem Allround-Material, das mehr Sicherheit für Fußgänger bietet, den Motorschall dämpft und zudem effizient verarbeitet werden kann. Das Systemhaus Bayer MaterialScience Oldenburg nahm die Herausforderung an: In enger Kooperation mit dem tschechischen Teilehersteller Promens Zlin und  Volvo Car entwickelte es eine Materiallösung speziell für diese Anwendung. Sie basiert auf einer Kombination neuer Typen seiner Polyurethan-Systeme Baytec und Bayfit.

Die Zusammenarbeit der drei Partner erstreckte sich über die gesamte Entwicklung – von der Rohstoffauswahl über die Formulierung bis zur Optimierung des Herstellprozesses. Dabei wird zu Beginn das Sprühelastomer Baytec in die Form eingetragen. Es ist später für die gewünschte Stabilität und glatte Oberfläche der Teile verantwortlich. Anschließend wird das Schaumsystem Bayfit in dieselbe Form eingefüllt. Seine Aufgabe ist eine wirksame Dämpfung des Motorschalls. Die Sandwich-Konstruktion aus beiden Materialien ist elastisch und bringt Fortschritte beim Fußgängerschutz. Damit konnte Volvo Car einen neuen Standard für Sicherheit, Qualität und Komfort setzen.

Die Motorabdeckungen werden in zwei verschiedenen Basisversionen hergestellt: Während die Motoren in Standardfahrzeugen mit einer schwarzen Abdeckung ausgestattet sind, kommt in Hybridautos eine silberfarbene Variante zum Einsatz. Die Herstellung der silberfarbenen Teile beginnt mit der Applikation eines In-Mold-Coatings. In derselben Form folgen dann die weiteren Prozessschritte wie beschrieben.
banner_fixed
banner_default