Conti Polyrope ersetzt Stahlseile im Aufzugbau

Mit dem Conti Polyrope entwickelt ContiTech die erfolgreiche Flachriementechnologie weiter, die in den späten 1990er-Jahren Einzug in den Aufzugbau gehalten hat. Das Conti Polyrope ist gemäß Aufzugrichtlinie 95/16/EG zertifiziert, in zwei unterschiedlichen Baubreiten sowie mit und ohne Rückenprofil erhältlich und bietet im Vergleich zum herkömmlichen Stahlseil zahlreiche Vorteile.  

Über 100 Jahre war das Stahlseil als Tragmittel nicht aus dem Aufzugbau wegzudenken. Um die Jahrtausendwende entstanden mit robusten Polyurethanriemen erste Alternativen, die wesentlich leichter waren als Stahlseile, effizientere Antriebslösungen ermöglichten und einfacher zu warten waren. Jetzt führt ContiTech diese Entwicklung weiter. Das Verbundseil Conti Polyrope besteht aus Stahlseilen, die in einem Mantel aus Polyurethan eingebettet sind. Als Tragmittel für Aufzüge bietet es im Vergleich zu Stahlseilen zahlreiche Vorteile.

Im Conti Polyrope werden 2 mm starke Stahlseile, die aus 49 Einzellitzen bestehen, in einen Mantel aus Polyurethan eingebettet. Sie verleihen dem Tragmittel seine hohe Zug- und Bruchfestigkeit. Der Mantel ist abriebfest, hydrolysebeständig und weist sehr gute Traktionseigenschaften auf. Auch bei maximaler Last ist eine sichere Kraftübertragung gegeben. Das Conti Polyrope ist in 25 mm und 50 mm breiten Ausführungen und sowohl mit glatter als auch mit profilierter Rückseite erhältlich.

Im Ergebnis entsteht damit ein Produkt, das eine äußerst lange Lebensdauer aufweist. Das Conti Polyrope hält bis zu drei Mal länger als vergleichbare Stahlseile und ist dabei um 20 Prozent leichter, zudem muss es nicht geschmiert werden. Das hilft, Ausfallzeiten und Wartungskosten zu reduzieren.

Die Rückseiten der neuen Varianten des Conti Polyrope sind mit einem Profil ausgestattet. Bei einer 2:1-Aufhängung können Umlenkrollen mit einem korrespondierenden Profil versehen werden, was kleinere und schmalere Bauformen zulässt.

Während die Innenseite des Conti Polyrope gerillt ist und auf entsprechend profilierten  Treibscheiben exakt geführt wird, verfügt der Urtyp über eine glatte Rückseite. Da das Conti Polyrope bei einer 2:1-Aufhängung mit der glatten Seite über Umlenkrollen läuft, sind diese leicht nach außen gewölbt, damit sich das Tragmittel zentrieren kann. Antriebs- und Umlenkscheiben fallen durch die ballige Bauform breiter aus als bei Stahlseilen.

Aus diesem Grund hat ­ContiTech weitere Varianten des Conti Polyrope ent­wickelt, deren Rückseiten mit einem Profil ausgestattet sind. Somit können Umlenkrollen mit einem korrespondierenden Profil versehen werden, was eine kleinere und schmalere Bauform zulässt. Dadurch nehmen sie noch weniger Raum im Schacht ein. Der so gewonnene Raum kann für andere Komponenten genutzt werden.

Die Zulassung des Conti Polyrope als Tragmittel für Aufzüge wurde vom niederländischen Prüfdienstleister Liftinstituut nach erfolgreicher Baumusterprüfung erteilt. Noch wird das Conti Polyrope nicht serienmäßig verbaut – die Entwicklungen der Aufzugbauer sind jedoch im vollen Gange.

image_1_uv_dlDas Verbundseil CONTI POLYROPE besteht aus Stahlseilen, die in einem Mantel aus Polyurethan eingebettet sind. Als Tragmittel für Aufzüge bietet es im Vergleich zu Stahlseilen zahlreiche Vorteile.

 

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Die Rückseiten der neuen Varianten des CONTI POLYROPE sind mit einem Profil ausgestattet. Bei einer 2:1-Aufhängung können Umlenkrollen mit einem korrespondierenden Profil versehen werden, was kleinere und schmalere Bauformen zulässt.   
Fotos: ContiTech

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