Neue semitransparente Photovoltaik-Dachmodule werden mit Polyurethan ressourcenschonend gefertigt

Neue semitransparente Photovoltaik-Dachmodule mit UV-stabilem Polyurethan-Rahmen hat die auf Werkzeug-, Maschinen- und Anlagenbau für die kunststoffverarbeitende Industrie spezialisierte BBG jetzt vorgestellt. Die Module sind Schattenspender und Stromerzeuger in einem, lassen 15 Prozent der Sonnenstrahl durch und sind zur Überdachung von Flächen wie Carports und Terrassen geeignet. Der mit einer integrierten Wassersperre versehene Rahmen aus Polyurethan (PUR) trägt dazu bei, die Energieausbeute der Solarmodule zu erhöhen: Bei herkömmlichen Einfassungen aus Aluminium bleiben Schmutzpartikel oft an den Kanten hängen, die somit die Leistung der Silizium-Zellen beeinträchtigen. Der Rahmen mit Solar-PUR-Flush-Technologie schließt dagegen stufenlos mit der Oberfläche des Solarmoduls ab, so dass Schnee oder Blätter keinen Halt finden. Bereits 2007 wurde die von BBG zusammen mit dem Solarzentrum Allgäu entwickelte Innovation mit dem Euromold-Award ausgezeichnet. Seither hat BBG zahlreiche Unternehmen mit Maschinen für die Fertigung von Photovoltaik-Modulen mit dieser Technologie beliefert. Auch für die neuentwickelten semitransparenten Photovoltaik-Dachmodule bieten die PUR-Spezialisten aus Mindelheim die entsprechenden Produktionsanlagen an.

Die neuen Photovoltaik-Elemente ermöglichen eine besonders energieeffiziente Fertigung, denn das hierbei eingesetzte Formenträgersystem BFT-P V2, das je produziertem Bauteil lediglich einen Energiebedarf von 10 Wh hat, ist nach Unternehmensangaben das energieeffizienteste seiner Klasse.

Der sparsame Umgang mit Ressourcen spielt bei BBG eine wichtige Rolle: Das Unternehmen setzt selber bei der Produktion von Werkzeugen, Maschinen und Anlagen auf die Sonne als Energiequelle. Die Photovoltaikanlagen auf rund 1.600 Quadratmetern Dachfläche der Betriebsgebäude liefern die Hälfte der benötigten Energie und kommen auf eine Spitzenleistung von 230 kWp. Und beim Heizen kann das Unternehmen vollständig auf fossile Brennstoffe verzichten, stattdessen werden die Gebäude mit Grundwasser geheizt und gekühlt.

Rahmenmodule und andere Bauteile aus Polyurethan müssen nach Ende ihres Einsatzes nicht entsorgt werden. Haben Weich- und Hartschaumprodukte ausgedient, kann der wertvolle Rohstoff aufbereitet und zu neuen Bauteilen verarbeitet werden. Eine von BBG entwickelte Polyurethan-Recyclinganlage übernimmt von der Zerkleinerung bis hin zur Serienproduktion von neuen Formteilen den kompletten Prozess. Die Altmaterialien werden dabei vollständig und schadstofffrei für den erneuten Einsatz verarbeitet und können so ein weiteres Mal verwendet werden. Sie können mit verschiedenen Dichten und Festigkeiten produziert werden und bieten außerdem eine gute Wärmeisolation und Schallabsorption. Diese Lösung ist nicht nur nachhaltig, sondern spart auch Kosten.

 

Foto-1-BBG_I0000018_Koramic_Modul_Foto_2_70548Foto 1: Polyurethan-Rahmen mit innovativer Solar-PUR-Flush-Technologie verbessern die Energieausbeute
von Photovoltaik-Modulen.


Foto-2-TerassenAberdachungFoto 2: Die semitransparenten Photovoltaik-Dachmodule sind Schattenspender und Stromerzeuger in einem,
absorbieren 85 Prozent der Sonne und sind zur Überdachung kleiner Flächen geeignet – etwa für Carports
oder Fahrradständer.

 

Foto-3-UnternehmensgebNudeFoto 3: Bei BBG in Mindelheim liefern die Photovoltaik­anlagen auf rund 1.600 Quadratmetern Dachfläche
der Betriebsgebäude die Hälfte der benötigten Energie und kommen auf eine Spitzenleistung von 230 kWp
(Bilder: BBG GmbH & Co. KG).

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