Vitrox-PU-System weltweit erstmals als grabenlose Rohrsanierung im Einsatz

Huntsman_VITROX_Pipe_MID_RESÜber Europa verteilt gibt es ca. 4,75 Mio. Kilometer  Abwasserrohre. Ein Großteil dieses Netzwerks ist alt und in einigen Gegenden sanierungsbedürftig. Bisher werden nur rund 0,5 % der bestehenden Infrastruktur auf diesem Kontinent renoviert - hauptsächlich aus praktischen Gründen und ungeheuer hohen Kosten, um an die unterirdischen Rohrsysteme dran zu kommen.

Ein neues chemisches Verfahren von Huntsman ermöglicht es, den öffentlichen Versorgungsbetrieben ab sofort gebrochene oder geplatzte Rohre schnell und effizient zu reparieren, ohne Straßen und Gehwege aufzugraben - was teuer, zeitintensiv und Ruhestörend ist.

In den letzten Jahren haben sich unterirdische Kon­struktionen und Sanierungstechnologien als Teil der grabenlosen Industrietechnik entwickelt. Wie der Name schon sagt, ermöglicht die „grabenlose" (trenchless) Methode die Wartung der bestehenden und Verlegung von neuen Rohren ohne wesentliche Aufgrabungsarbeiten.

Im Trenchless-Markt ist das Cure-In-Place-Pipe (CIPP) System eine gängiges Reparaturverfahren. Ein Materialschlauch, der mit einem Harz imprägniert ist, wird in das gebrochene Rohr eingeführt und in situ vernetzt, um die Risse zu versiegeln.

Traditionell werden Epoxidharze mit Nadelfilzlagen kombiniert, um eine undurchlässiges CIPP-System herzustellen. Aber die relativ kurzen Topfzeiten, Epoxide sollten nur wenige Stunden vor der Installation mit dem Liner vermischt werden, begrenzen den Einsatz, da die Vorbereitungsarbeiten oft unter schlechten Konditionen vor Ort durchgeführt werden müssen.  

Wegen des Bedarfs an mehr Zeit und Flexibilität der Kanalsanierungsfirmen hat sich Huntsman mit dem deutschen Unternehmen Innovative Sewerage Technologies (I.S.T) zusammengetan, um ein 2-K-System zu entwickeln, das ein weitaus größeres Verarbeitungsfenster ermöglicht.

Unter Verwendung der Vi­trox-Technologie von Huntsman - einer neuartigen Isocyanatchemie mit einstellbarer offener Zeit und Vernetzungseigenschaften - haben die Unternehmen ein Polyurethansystem entwickelt, mit dem man den CIPP-Liner bis zu 24 Stunden vor Installation imprägnieren kann. Diese weltweit erste grabenfreie Technologie ermöglicht, dass CIPP-Liner in einer geeigneten Halle vorab schon vorbereitet werden können. Für Bauunternehmer bietet das einen enormen Vorteil. Durch die Vorbereitung der CIPP-Liner unter kontrollierten Umgebungsbedingungen können Mischfehler reduziert werden. Dadurch können Materialkosten eingespart und die Rohre gleich beim ersten Mal erfolgreich repariert werden. Durch die Vorbereitungsmöglichkeiten können die Reparaturarbeiten jeden Tag prompt beginnen - das spart Zeit und Geld.

Dave Burge, Business Development, Huntsman Polyurethanes, erläutert: „Vitrox ist eine einmalige Chemie, die in verschiedensten Industriesegmenten eingesetzt werden kann. Mit dem CIPP-Markt und gemeinsam mit I.S.T möchten wir uns im europäischen Abwassersanierungssektor etablieren. Das System kann auch in anderen Gebieten - z. B. Wasser, Öl und Gasindustrie - eingesetzt werden. Hier handelt es sich um eine spannende Entwicklung mit enormen Potential." 
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