Mit Polyurethan erfolgreich auf den Weltmärkten

DSC_0124Die polyplan GmbH mit Sitz in Strasslach im Süden von München, bietet ihren Kunden weltweit Produkt- und Systemlösungen für die Verarbeitung von Polyurethan. Dabei verbindet das Unternehmen die Expertise aus der Prozess- und Anlagentechnik mit der Elektrotechnik sowie Konstruktions- und Verfahrenstechnik zu individuellen Lösungen für die Geschäftsbereiche Automobil und Nahverkehr. Im Fokus der Tätigkeit stehen der Kunde und seine spezifischen Anforderungen.

Aufgrund der führenden Position als Hersteller von Produktionsanlagen zum Hohlraumschäumen direkt an der Fertigungslinie im Automobilwerk wurde polyplan von seinen langjährigen Kunden Audi und BMW eingeladen, die Anlagentechnologie für künftige Hohlraumapplikationen weiterzuentwickeln. Im Fokus steht hier das Ausschäumen mit Strukturschaum, welches hohe Anforderungen an die Anlagenperipherie mitsichbringt. ➠➠➠
Ziel der Hohlraumfüllung ist es, in einer Crash-Situation viel Energie zu absorbieren. Hier zeigen die Eigenschaften von Strukturschaum ein wesentlich günstigeres Verhalten als Metallkonstruktionen. Je dünnwandiger die Blechkörper, umso mehr Crash-Energie wird auf den Strukturschaum gelenkt. Dazu muss die Qualität des eingebrachten PUR-Schaumes zu 100 % gewährleistet sein. Besondere Qualitätsmerkmale sind z. B. gleichmäßig gefüllte Kavitäten, ein exakt eingehaltenes Mischverhältnis der beiden Reaktionskomponenten, absolut lunkerfreier Schaumkörper und Erfüllung des erwarteten mechanischen Eigenschaftsniveaus hinsichtlich Festigkeit und Verformungsenergieabsorption.

Zur Etablierung dieser Technik wird von drei Seiten entwickelt, die eng miteinander verknüpft sind. Diese wären:
  • Der Automobilhersteller muss die optimale Bauteilgeometrie entwickeln, um das Potential des Schaumkörpers voll ausnutzen zu können.
  • Der PUR-Systemhersteller muss ein passendes und prozesssicheres Schaumsystem entwickeln, das vielen, teils widersprüchlichen Anforderungen gerecht wird.
  • Der PUR Anlagenproduzent muss eine Technik entwickeln, die sowohl den Anforderungen des PUR-Systems als auch der Prozesstechnik, die dann beim Automobilisten erforderlich ist, um den Schaum nach Vorgabe einbringen zu können, gerecht wird.
 
Viele Risiken und Hürden müssen in enger Zusammenarbeit überwunden werden, um eine schlüssige Gesamtlösung zu entwickeln.

Hierfür wurde ein neuartiger Mischkopf entwickelt, der eine ebenso neuartige Anlagentechnologie zum Betrieb erfordert. Der Mischkopf folgt bereits bekannten Funktionskonzepten, ist allerdings stark minia­turisiert, um als Roboterwerkzeug im engen Innenraum einer Autorohkarosse bewegt werden zu können. Hierzu ist eine Größe von < 200mm Länge und < 150mm Breite erforderlich, um alle vorgesehenen Kavitäten kollisionsfrei anfahren zu können.

Weitere Details sowie einigen innovativen Weiterentwicklungen stellen wir Ihnen gerne in der nächsten FAPU-Ausgabe im November 2011 vor.
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