Was für ein Panorama!

Mit der Colo-Fast-WST-Technologie ist der Himmel ganz nah und Autofahren bekommt eine neue, faszinierende Dimension.

Diese Windschutzscheibe hat es in sich. Sie reicht von der Motorhaube bis zur B-Säule und misst beachtliche 1,50 Meter. Das entspricht mehr als einem Drittel der Fahrzeuglänge. Um solch einer großen Fläche die ausreichende Stabilität zu verleihen, mussten die Opel-Techniker tief in die Entwicklungskiste greifen. Insgesamt wurden elf Patente angemeldet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der Panorama-GTC soll laut Hersteller auf dem Stabilitäts-Niveau des Dreitürers mit Stahldach liegen.

Wer zum ersten Mal in den Astra GTC mit Panorama-Frontscheibe steigt, ist einfach nur beeindruckt. Dort, wo bei anderen Autos Stahl und Stoff das Sichtfeld einschränken, gibt es hier nur Glas und noch mal Glas. Weil die Frontscheibe vom Ende der Motorhaube bis weit hinter die Köpfe der vorderen Passagiere reicht, sieht man mehr von der Welt als in jedem anderen Serienauto - Cabrios inbegriffen. Das Gefühl ist ein bisschen wie im Kino, wenn nach der Werbung der Vorhang noch ein Stück weiter aufgezogen wird. Plötzlich gewinnen alte Landschaften neue Reize, und in den Städten bekommen die Hochhäuser auf einmal Dächer, wenn man sie aus dem Auto anblickt. Und: größere Verscheibungen sind ganz klar der Markttrend. Panoramafrontscheiben in diesem Format lassen sich ganz einfach mit der WST- Technologie umsetzen.

Astra_detailMit ein Grund für so viel Helligkeit und Panorama sind auch die lichtbeständigen Colo-Fast-Systeme der BASF Polyurethanes. Sie haben sich seit Jahrzehnten rund um den Globus als Scheibenumgussmaterial bewährt und sind bei allen führenden Herstellern von Glasscheiben oder -modulen im Einsatz. Mit Colo-Fast-WST (window spray technology) bietet die BASF nun auch ein System für die drucklose Applikation auf Glasscheiben im offenen Werkzeug an. Nur mit Polyurethan ist diese Technologie des Flush-Glazing zu erreichen. Das Ergebnis sind Glas-und Panoramadächer mit einer beeindruckenden Flächenbündigkeit von Dichtung und Glasscheibe. Verklebte oder extrudierte Profile dagegen bringen erhebliche Designnachteile mit sich und sind verschmutzungsanfälliger. Darüber hinaus bietet die WST-Technologie viele weitere Vorteile wie besseren Designmöglichkeiten, einer Reaktionszeit von unter 45 Sekunden, weniger Nachbearbeitung und letztlich auch geringere Investitions­kosten. Das alles ist eben nur mit der PU-Technologie möglich.

Die Fa. Splifar in Belgien hat als erste Firma überhaupt eine Lizenz von BASF für die Colo-Fast-WST-Technologie erhalten, in eine Produktionsanlage investiert und produziert seit Ende 2010 mit diesem lichtbeständigen PU System.

Flächenbündigkeit ist die Idee bei der Colo-Fast-WST-Technologie - und das funktioniert auch in der Solarindustrie.

Nach der Übernahme des Scheibenumgussgeschäftes von der Firma Recticel im Jahr 2009 hat die BASF sofort mit der Entwicklung einer neuen Colo-Fast-Systemreihe begonnnen, die den aktuellsten REACH-Anforderungen gerecht wird. Seit Ende 2010 werden diese Systeme erfolgreich in den Markt eingeführt.

Übrigens, neben der Automobilindustrie haben die Produktverantwortlichen bei BASF aber auch andere Wachstumsmärkte im Fokus der Colo-Fast-WST-Technologie, wie zum Beispiel die Solarindustrie. Die Möglichkeit, hiermit flächenbündige Solarpaneele herzustellen, verbessert das Wassermanagement, schützt also vor Eindringen von Feuchtigkeit in die Paneele und bewirkt  weniger Verschmutzung durch besseres Ablaufen von Regenwasser. Darüber hinaus schützt Colo-Fast die Kanten der Solarpaneele vor Bruch bei Transport und Montage.

Die nächsten Projekte sind schon klar im Fokus: große, komplexe Scheiben (Verbund- oder Einscheibensicherheitsglas) für Pkw und Nutzfahrzeuge mit der Colo-Fast-WST-Technologie und für 2011 wird die Windschutzscheibe für einen Lkw-Hersteller konkret. Denn warum sollte nicht auch für diesen Produktbereich die Philosophie von BASF Polyurethanes gelten: „Eigentlich gibt es (fast) nichts, was man mit PU und einer guten Idee nicht immer wieder verbessern kann."