Eine Million Paar Sicherheit

Steitz Secura nutzt BASF-Produkte, um Schuhe noch sicherer auszurüsten.

Steitz-1Steitz Secura nutzt BASF-Produkte, um Schuhe noch sicherer auszurüsten.

 

Steitz-2Durch Erhitzen wird die Granulatform aufgeschmolzen. Danach wird die zähflüssige Masse in eine
Schuhsohlenform geleitet und gepresst. 

 

Steitz-3Das geformte TPU wird erhitzt und so in wenigen Sekunden fest.

 

Steitz-4Im nächsten Produktionsschritt wird der Zwischenraum zwischen Schuhschaft und -sohle mit
Polyurethan-Schaum ausgefüllt und so beides miteinander verbunden. 

 

Rote, schwarze und blaue Schuhe soweit das Auge reicht. Alle ordentlich aufgereiht in großen Transportwägen. Dazwischen ein paar große schwarze Stiefel und weiße Halbschuhe in allen Größen. Doch es handelt sich nicht um Modeschuhe im Laden um die Ecke. Alle diese Schuhe erfüllen eine Funktion: Es sind Sicherheits- und Berufsschuhe, hergestellt vom rheinland-pfälzischen Schuhproduzenten Steitz Secura. Das Besondere: In vielen dieser Schuhe steckt in der Kunststoffsohle ein Zwischenprodukt von BASF, welches ihnen antistatische Eigenschaften verleiht. Das schützt den Schuhträger bei seiner täglichen Arbeit in Anlagen, in der Bauindustrie oder Automobilproduktion unsichtbar gegen gefährliche Funkenbildung beim Laufen.

 

Steitz-5Wolfgang Burkhard, Leiter Sohlenmanagement Steitz Secura, begutachtet den fertigen Sicherheitsschuh.

 

Steitz-6Zwischen 3.000 und 4.000 Paar Schuhe produziert das mittelständische Familienunternehmen pro Tag
an den Standorten Kirchheimbolanden und Pirmasens.

 

 „Wir machen nicht nur bequeme Sicherheitsschuhe für jede Fußform, sondern diese auch noch in schickem, modischen Design“, präsentierte Michael Huth, Geschäftsführer bei Steitz Secura, stolz sein Sortiment, und ergänzte: „Bei der Produktion setzen wir auf hohe Qualität der Materialien. Denn beim Thema Sicherheit gibt es keine Kompromisse.“ Je nach Planung produziert das mittelständische Familienunternehmen mit rund 200 Mitarbeitern pro Tag an den Standorten Kirchheimbolanden und Pirmasens zwischen 3.000 und 4.000 Paar Schuhe. Pro Jahr macht das fast eine Millionen Paar Schuhe. Die Vielfalt reicht von sportlichen Halbschuhen über Feuerwehrstiefel bis hin zu Damensicherheitsschuhen. Sie alle haben eines gemeinsam: Sie erfüllen die hohen Anforderungen, die an Sicherheitsschuhe gestellt werden wie Rutsch- und Feuerfestigkeit, Stoßsicherheit und wasserabweisende Eigenschaften.

 

Steitz-7Der unsichtbare Beitrag, sichtbar im Schuh: Das BASF Produkt Basionics, das dem TPU antistatische
Eigenschaften verleiht.

 

Ein besonders wichtiges Merkmal von Sicherheitsschuhen sind zudem ihre antistatischen Eigenschaften. Antistatisch bedeutet elektrisch ableitend. Dies wird mit Stoffen erreicht, die die elektrostatische Aufladung von Gegenständen verhindern, die zu Funkenbildung führen könnte. Und hier kommt BASF ins Spiel. Bereits seit Jahrzehnten liefert die BASF einen Spezialkunststoff – thermoplastisches Polyurethan (TPU) – zur Herstellung der Laufsohle. Seit 2010 enthält das TPU einen neuen Stoff, nämlich eine sogenannte ionische Flüssigkeit unter dem Markennamen Basionics. „Dieses Zwischenprodukt haben wir in intensiver Forschungsarbeit mit den Kunststoff-Experten in der BASF entwickelt“, sagte Laszlo Szarvas vom Team ionische Flüssigkeiten im BASF-Unternehmensbereich Intermediates, und ergänzte: „Wir haben mit Basionics ein Produkt auf den Markt gebracht, das dem TPU antistatische Eigenschaften verleiht – und das dauerhaft bei hohen und niedrigen Temperaturen.“

Steitz Secura bezieht das TPU von BASF in Granulatform. In der Produktion wird es erhitzt und dabei aufgeschmolzen. In einer Karussell ähnlichen Anlage wird die entstehende zähflüssige Masse durch eine Spritzeinheit in eine Schuhsohlenform geleitet und gepresst. So entsteht in wenigen Sekunden aus der zähflüssigen Masse eine geformte Sohle. Im nächsten Schritt wird der Zwischenraum zwischen Schuhschaft und -sohle mit Polyurethan-Schaum ausgefüllt und so beides miteinander verbunden. Damit ist der Schuh im Prinzip fertig. Jetzt sind nur noch kleinere Konfektionierungsarbeiten nötig, zum Beispiel das Einbringen der Einlegesohle und das Einfädeln der Schnürsenkel.

Doch bevor der Schuh verkauft wird, muss er noch einige Qualitäts- und Sicherheitskontrollen überstehen. Zum Testen der antistatischen Eigenschaften beispielsweise wird Strom durch den Schuh geleitet, um seine Leitfähigkeit zu bestimmen. „Früher waren die antistatischen Eigenschaften der Sohle unbeständiger. Seit der Umstellung auf die Basionics sind die Messwerte in der Endkontrolle stabiler“, so Huth, und ergänzte: „Diese konstant guten Eigenschaften entsprechen unserem hohen Qualitätsanspruch und dem Sicherheitsversprechen an unsere Kunden.“

Auch BASF in Ludwigshafen setzt auf die hohe Qualität der Sicherheitsschuhe „Made in Rheinland-Pfalz“. Bereits seit den 1960er Jahren bezieht das Unternehmen Sicherheitsschuhe von Steitz Secura. In Ludwigshafen tragen die Mitarbeiter derzeit vier Modelle vom rheinland-pfälzischen Schuhhersteller. Für besseren Tragekomfort gibt es die Modelle in vier Weiten je nach Fußform und -proportion. So mancher Mitarbeiter läuft damit täglich bequem und sicher auf Sohlen mit BASF-Produkten durch das Werk.


Steitz Secura
Bereits seit 150 Jahren fertigt Steitz Secura Schuhe in Deutschland. Bis 1960 produzierte das Familienunternehmen ein Vollsortiment von Kinder-, Frauen-, Herren-, Wander- und Sportschuhen. Dann fokussierte sich das Unternehmen auf Kunden in der Industrie und stellt seitdem Sicherheitsschuhe in hoher ergonomischer Qualität und sportlichem Design her. Bereits 1980 begann die Zusammenarbeit zwischen BASF und Steitz Secura. Das Kunststoffmaterial für die Sohle wurde bis heute immer weiterentwickelt.

Basionics

Basionics sind Antistatikadditive mit einem breit gefächerten Anwendungsbereich. Sie kommen als Zusatzmittel für Lacke, Kleber, Formmassen und Schäume zum Einsatz, unter anderem bei der antistatischen Ausrüstung von Sicherheitsschuhen, bei Beschichtungen mit Sprühapplikationen oder der Herstellung von Fußböden- und Möbelpflegemitteln. 

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