Pleiger Kunststoff GmbH & Co. KG

Paul Pleiger gründete 1925 eine Maschinenfabrik in Sprockhövel zur Herstellung von Drucklufthähnen und Bergbauarmaturen. Ab 1934 wurden druckluftbetriebene, hochverschleißfeste Kolbenmembranpumpen mit Manschetten aus Leder sowie Membranen und Kugeln aus Gummi zur Förderung von Grubenwässern unter Tage gefertigt. 1952 erwarb Pleiger von den Farbenfabriken Bayer AG Leverkusen die Lizenz zur Verarbeitung von Vulkollan und ist somit einer der ältesten Verarbeiter dieses Werkstoffs.

Ab 1954 wurden erstmals verschleißfeste Manschetten und Kugeln aus massivem Vulkollan sowie wasservernetztem Vulkollan als Mem­bran-Werkstoff für die eigene Pumpenfertigung eingesetzt.
Parallel zum eigenen Bedarf an verschleißfesten Bauteilen aus Vulkollan entwickelte sich rasch ein immer größer werdender Kundenstamm, der nach dem Motto „Statt Gummi und Leder im Tran, nimm Pleiger-Vulkollan“ Dichtringe, Puffer, Dämpfer, Schleißteile etc. bei Pleiger fertigen ließ.

Unweigerlich war somit der Kauf der ersten Gießmaschine HK1 bei der Maschinenfabrik Hennecke in Birlinghoven im Jahr 1959 notwendig. Mit dieser äußerst robusten Maschiene und aufgrund der Förder- und Dosierpumpen auf Vernetzer- und Prepolymerseite werden bis zum heutigen Tag die Rohstoffkomponenten für Vulkollan und andere Polyurethane präzise dosiert. Diese erste Maschine ist noch immer eine der Grundlagen zur Herstellung vielseitiger elastischer Bauteile aus Vulkollan.

Binnen kurzer Zeit wurden weitere Gießmaschinen angeschafft, mit denen Vulkollan in unterschiedlichen Härten sowie zelliges Vulkollan und Polyether-/Polyester-Polyurethane zu verarbeiten waren.

1957 wurde in Kiel ein Zweitwerk zur Extrusion von Thermoplasten aufgebaut – 1968 erfolgte ein kompletter Neubau des Kunststoffwerks in Raisdorf bei Kiel.

1986 wurde ein weiteres Werk zur Verarbeitung von Polyurethanen in Washington, PA (USA), gegründet.
    
Heute fertigt die Pleiger Kunststoff GmbH & Co. KG hochbelastbare Pumpenbauteile entweder aus Vulkollan oder Plei-Tech. Pumpen zur Förderung schleißender Medien werden in den unterschiedlichsten Sparten und Branchen benötigt. Etwa zur Grundwasserentsorgung im Bergbau, zur Förderung von Dämmbaustoffen bei der Gebirgsverfestigung oder industrieller und kommunaler Abwässer. Je nach Bedarf werden dabei Membran- oder Schneckenpumpen eingesetzt. Ausschlaggebende Eigenschaften, nach denen entschieden wird, welches Material zur Herstellung der entsprechenden Membranen, Statorauskleidungen und Ventilkugeln eingesetzt wird.

Auch in der Fördertechnik werden Vulkollan oder Plei-Tech aufgrund der hohen Belastbarkeit als Rollenbandagen eingesetzt und zeichnen sich hier bei vergleichsweise hoher Tragfähigkeit durch Laufruhe, sehr gute Schnittfestigkeit und einen exzellenten Fahrkomfort aus.
Pleiger fertigt außerdem mit PU beschichtete Polierscheiben, Gegen- oder Umlenkrollen an Bandschleifmaschinen und Rakelstreifen mit unterschiedlichsten Profilen und in verschiedensten Polyurethanqualitäten.

 

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