Elastische Böden für Sport und Freizeit

Frank Steegmanns, Key Account Manager Adhesives, Stockmeier Urethanes GmbH & Co.KG, Lemgo

Ein sicheres Laufgefühl, optimaler Fallschutz und leistungsfördernde Elastizität - das sind die heutigen Kennzeichen eines modernen und komfortablen Polyurethan-Bodenbelags für Freizeit, Sport und Spiel.

1_Marple_Stadion_AthenMarple Stadion Athen

Die von Stockmeier Urethanes entwickelten und produzierten Komponenten und Systeme für Sport- und Fallschutzböden sind daher ebenso leistungsfördernd wie sicher. Unter dem Namen Stobielast werden Produkte angeboten, die auf die unterschiedlichsten Nutzungen abgestimmt sind. Egal ob als Leichtathletiklaufbahn oder Kleinspielfeld, Elastikschicht für Kunstrasen oder Sporthallenboden, Kinderspielplatz oder Tennisplatz - Polyurethan-Bodensysteme von heute sorgen für optimale Bedingungen. Neben den Stobielast-Komponenten kommen auch unsere Komplettsysteme für Leichtathletik, den professionellen Hallensport oder einfach damit das Spielen rundum sicher ist, zum Einsatz.

2_Einbau_LaufbahnFinish Kunststofflaufbahn

Alsatan für Laufbahnen

Längst vorbei sind die Zeiten in denen auf der Laufbahn mit Aschebelag (Tennenplätze) nationale oder internationale Wettkämpfe ausgetragen wurden. Die heutigen Laufbahnen haben einen High-end-Aufbau mit optimalen Eigenschaften für die Läufer. Vom Schulsport bis zum Hochleistungssport werden Alsatan-Beläge in speziell abgestimmte Formulierungen und Stärken für unterschiedliche Nutzungen eingesetzt. Verschleißfest, sicher und dauerelastisch sind Polyurethan-Bodensysteme die ideale Grundlage für sportlichen Erfolg. Viele Systeme für Kunststofflaufbahnen werden nach der jeweiligen Norm, z. B. DIN und EN, geprüft und zertifiziert; für internationale Wettbewerbe nach dem strengen IAAF-Standard.

Die Art der Systeme richtet sich nach der Verwendung, so werden unter anderem dauerhafte, wasserdichte Systeme speziell formuliert für Sprint und den Hochleistungssport eingesetzt. Aber auch für einfachere Anforderungen wie Laufbahnen und Spielfelder stehen weiche und wasserdichte Systeme zur Verfügung.

Alle Kunststofflaufbahnen haben aber die gleichen Vorteile; durch die Elastizität ergibt sich eine optimale Kraftableitung in den Untergrund, welche sich nicht nur auf die Gelenke sehr schonend auswirkt, sondern auch noch positiv auf den Kraftabbau auswirkt und damit die Ermüdungserscheinungen der Läufer reduziert. Außerdem minimiert sich bei einem Sturz das Verletzungsrisiko deutlich. Der Läufer hat also durch die Polyurethan-Bodensysteme optimale Grundlagen für den sportlichen Erfolg.

Die gebräuchlichste Art ist der direkte Einbau (In-Situ-Verfahren). Hierbei wird auf den bereits vorhandenen oder neu erstellten Asphalt als Grundlage eine Mischung aus Gummigranulaten mit Polyurethan-Bindemittel aufgetragen und verdichtet.

Je nach dem Einsatzfall und der endgültigen Verwendung werden dann weitere Schichten, ebenfalls mit Gummi­granulaten aufgebracht oder die Oberfläche durch ein farbliches 2-Komponenten Polyurethan verschlossen.

Grundsätzlich erfordert der Einbau jeder Polyurethan-Laufbahn höchste Präzision, denn so muss für die Anerkennung internationaler Rekorde die Höhenabweichung auf der 400 m langen Laufstrecke in einer sehr engen Toleranz liegen und darf nur wenige Millimeter betragen.

In der gleichen Weise werden auch Spielfelder für die unterschiedlichsten Einsätze wie z. B. Tennis, Basketball, Volleyball usw. hergestellt. Auch hier gilt das Prinzip: Jeder Boden wird an die zur erwartenden Belastungen angepasst. Nur damit kann sichergestellt werden, dass der Kunststoffboden auch die an ihn gestellten Anforderungen erfüllt, für den Benutzer die entsprechenden Vorteile und Sicherheiten bietet und zudem auch noch wartungsarm ist.

3_Regupol-insituIn-Situ Einbau, Quelle Wikipedia

Stobielast für elastische Tragschichten bei Kunst­rasenplätzen

In vielen Ländern haben sich diese Kunstrasenplätze auf Grund ihrer Vorteile gegenüber dem Naturrasen bereits durchgesetzt. Unabhängig von der Witterung kann auf dem Kunstrasen bei jedem Wetter gespielt werden und er braucht auch keine Regeneration. Ein Kunstrasenplatz ist teurer in der Herstellung, aber dafür ist er durch den deutlich geringeren Wartungsaufwand auf lange Sicht deutlich kostengünstiger. Grundlage für die Herstellung eines Kunstrasenplatzes ist, wie für jeden Fußballplatz, ein entsprechender Unterbau in Form von Asphalt oder Schotter. Hierauf folgt eine Drainageschicht und anschließend eine elastische Tragschicht aus einer Mischung von Gummigranulaten und Polyurethan-Bindemittel. Den Abschluss bildet dann der Kunstrasenbelag, der, je nach Anforderung, eine unterschiedliche Faserlänge hat. Abgestreut werden die Plätze im Allgemeinen zusätzlich mit Sand und/oder Gummigranulat. Auch bei diesen Fußballplätzen liegen die Vorteile der Nutzer, neben dem bereits erwähnten geringeren Wartungsaufwand, in der ständig gleich bleibenden Elastizität des Unterbaus, der sich damit wesentlich schonender auf die Belastung der Gelenke auswirkt.

Alsasafe für Spielplätze

Auf vielen europäischen Kinderspielplätzen ist Sand oder Rindenmulch als Fallschutz auf Grund des relativ niedrigen Schutzes gegen Verletzungen bereits seit Jahren verbannt worden. Oberflächen aus Gummigranulaten, gebunden mit Alsasafe Polyurethan-Bindemittel, sorgen in verschiedenen Stärken für einen optimalen Fallschutz und sind äußerst langlebig. Alsasafe ist ein besonders flexibles System, bei dem die Aufbauhöhe von dem verlangten Sicherheitsgrad abhängt und der kritischen Fallhöhe exakt angepasst werden kann. So reicht eine ca. 70 mm starke Schicht aus, um einen Fallschutz aus einer Höhe von 2 Metern gewährleisten zu können. Doch nicht nur der wesentlich verbesserte Fallschutz war ausschlaggebend für den Einsatz von elastischen Systemen auf Kinderspielplätzen, sondern auch die Möglichkeit der individuellen Farbgebung der Produkte setzt dem Ideenreichtum der Planer keine Grenzen. Auch Verunreinigungen durch zum Beispiel Hinterlassenschaften der Tiere im Spielsand gehören bei einem Kunststoffsystem der Vergangenheit an.

5_SporthalleAuch hier gibt es unterschiedliche Arten, diese Systeme einzubauen. Vorgefertigte Plattensysteme, die auch mit einem Nut-und-Feder-System erhältlich sind, sowie der bereits beschriebene In-Situ-Einbau haben sich hier bewährt. Die Basisdecke besteht hierbei aus schwarzen Gummigranulaten mit Polyurethan-Bindemittel; die Oberfläche besteht aus Bindemittel mit gefärbten Granulaten.


Stobicoll R für sicherheits­relevante Anwendungen

Durch die individuelle Formungsmöglichkeit der Gummigranulatmasse mit dem Polyurethan-Bindemittel, lassen sich in einer entsprechenden Presse nahezu alle Formen und Ausführungen herstellen. So können zum Beispiel Platten, Pflastersteine und Einfassungen für Schwimmbäder, Sandkästen oder als Fallschutz für andere verletzungsgefährdende Bereiche produziert werden.

Alsagym für Hallenböden

Auch in Sporthallen kommen immer mehr Polyurethan-Bodenbeläge zum Einsatz. Als reiner Indoor-Belag eignet sich Alsagym für alle Sporthallen und auch weitere Mehrzweckoberflächen. Auch hier gilt: Der Aufbau muss zum gedachten Einsatz passen. Hierbei gibt es aber andere Gesichtpunkte, die den endgültigen Bodenaufbau beeinflussen. Dabei spielt eine Rolle, ob besondere Punktelastizität oder Verschleißsicherheit bei Belastung mit Rädern oder Laufrollen zum Tragen kommen. Für jeden Einsatzfall kann der individuelle Aufbau der Alsagym-Böden höchsten Leistungsanforderungen von öffentlichen Einrichtungen, Schulen, Krankenhäusern und Sportvereinen entsprechen. Auch diese Bodensysteme müssen internationale Sicherheitsstandards erfüllen, unter anderem die hohen Anforderungen der IHF.

Die Qualität und Wahl des Bodenbelages sind die bestimmenden Faktoren für jeden Hallenboden. Durch die richtige Wahl des Aufbaus und der verschiedenen Schichten erfüllt der Hallenboden (ob Sport oder Büro) die wichtigen Sicherheitsstandards von Behörden sowie auch die hohen Leistungsanforderungen, die seitens des Schul-, Vereins- oder Profisports gestellt werden.
Die richtige Konstruktion ist entscheidend: Durch die Wahl der Basisschicht und die Verwendung von flexiblen bzw. steifen Elastomeren kann die Elastizität der Polyurethan-Bodensysteme allen Anforderungen angepasst werden. So gibt es etwa für Kinder- und Jugendspiele punktelastische Eigenschaften der Bodensysteme, kombiniert elastische Eigenschaften für alle Arten von Spielen, besonders für Spiele mit hohem Sprunganteil wie Handball, Volleyball und Badminton, und erweiterte punktelastische Eigenschaften für verbesserte Rücksprungeigenschaften und geringeren Verschleiß bei Belastungen mit Rädern und Laufrollen.