Eine Geschichte über das russische Dach – Renovierung

Vladimir Efimov

Das Dach ist eine künstlich geschaffene Konstruktion, um sich vor Regen zu schützen!


1. Aus der Sowjetzeit sind uns nicht nur die Bodenschätze, sondern auch eine verfallene Kommunalwirtschaft übrig geblieben.
2. Fast 100 % der mit Ruberoid­ab­deckung versehenen Flachdächer auf den 5-9-geschossigen Wohngebäuden waren undicht. Vererbter Kommunalwohnbau.
3. Der Versuch, mit neuen Technologien, neuen Baumaterialien auf kostengünstigere Walmdächer (Zeltdächer) umzusteigen, war nur ein Tropfen auf den heißen Stein – ein unbedeutender Beitrag. Eine vollständige Instandsetzung der Dachflächen erweist sich als zeit- und arbeitsintensiv und ist für die Kassen einer russischen Stadtwirtschaft unerschwinglich, da es über 100.000 solcher Dächer gibt.
3.1. Die Ausstiege, Leitungen und Anschlüsse, die flachen Brüstungen des beckenartigen Dachs – all das kann nur mit einem Gieß- oder Sprühsystem in der nötigen Homogenität beschichtet werden. Die derzeitige Geschwindigkeit bei der Durchführung dieser Montagearbeiten verspricht, dass alle alten Flachdächer aus dem Nachlass der UdSSR saniert werden.
4. Das hier vorgestellte Dach ist ein eindrucksvolles Beispiel für solch eine Sanierung. Die Arbeiten wurden im August 2013 im Laufe von 10 Kalendertagen durchgeführt. Das Arbeitsteam bestand aus 3 Personen (2 Arbeiter und 1 Hilfskraft).

Das Objekt: ein dreistöckiges Verwaltungsgebäude mit Wänden und Zwischendecken aus Stahlbeton, Baujahr 1992, Abmessungen 36 x 12 =432 m2. Es handelt sich um ein Flachdach mit Ruberoidabdeckung mit je 2 Abflüssen je Fassade.

 

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Ort: Smolensk, Krasninskoe Chaussee 37

Aufgabe: Leckagen beseitigen, die das Frieren der Decke im 3. Stockwerk zur Folge hatten sowie Abdichten der Anschlussstellen.

 

 

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Grund der Sanierung: Die 2011 durchgeführte Sanierung war nicht effektiv.
Sanierungsvorgang – Aufbau der einzelnen Schichten:
- PUR-Sprühhartschaum, Dicke 40 mm,  dient als Wärmeschutz an den Zwischendecken im oberen Stockwerk.
- Geotextilschicht: Dicke 1,2 mm.
- Polyureaelastomersprühschicht: Dicke 2,0 mm – zur Gewährleistung der Dachabdichtung.
- eine elastische Schicht aus Gießpolyurethan: Dicke 0,1-0,15 mm als UV-Schutz.

 

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Arbeitsablauf: Vorbereitung der Dachoberfläche für die Sprüharbeiten, Beseitigung der abgelösten Ruberoidstücke, Verfugen und Trocknen des alten Belags.
2. Sprüharbeiten mit dem PU-System Izolan 110/2 S L= 0,025, Dicke 40 mm (Hersteller: DOW – Izolan).
3. Verlegung und Befestigung der Geotextilschicht („eigenes Know-how“), Dichte 130 g/m2.
4. Aufsprühen des aromatischen Polyureasystems Marke Unigard (NPK Reagent), Schichtdicke 2,0 mm.
5. Auftragen der PUR-Schicht für den UV-Schutz Marke Resi­lite (NPK Reagent), Schichtdicke 0,1 mm.

 

 

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Sprühanlage: Graco Reactor E-XP1 für 2-K-PUR-Systeme.

P.S.
Der Organisationsfaktor – wichtigste Voraussetzung für eine lange Haltbarkeit. Die Prüfung der Qualität ist Aufgabe des Auftraggebers, er allein trägt die Verantwortung für eine qualitativ gute Dachbeschichtung. Der Auftraggeber unterschreibt das Abnahmeprotokoll (Prüfungsbescheinigung). Wenn es zu Undichtigkeiten kommt, soll der Auftraggeber aus der eigenen Tasche bezahlen. Inspektoren werden das Problem nicht lösen, sie können nicht technisch beraten sondern nur bestrafen. Je mehr Inspektoren hinzugezogen werden, umso mehr Strafen und Bestechungsgelder muss man zahlen. Für die eigentliche Dachsanierung bleibt dem Betreiber kaum noch Geld.

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