Präsentation der Furniture-Club-Länderstudie Türkei ist Startschuss für weitere Schritte

Wie gering die Präsenz der meisten deutschen Möbelhersteller bislang in der Türkei ist, deckte die Furniture-Club-Länderstudie zum türkischen Möbelmarkt auf, die am 17.10.2013 auf der Mitgliederversammlung bei der Köln­messe vorgestellt wurde. Selbst die italienischen Möbelhersteller, die sich in einigen Exportmärkten lange vor ihren deutschen Kollegen als Maßstab für Markenmöbel etablierten, haben erst vor wenigen Jahren die Türkei als wichtigen Markt erkannt und sind durchaus noch einholbar.

Hingegen beliefern deutsche Zulieferer z. T. seit Jahrzehnten erfolgreich die wachstumsstarke türkische Möbelindustrie, wie auch die Furniture-Club-Mitgliedsunternehmen Niemann Möbelteile und Zelu-Chemie.
Während hohe Wachstumsraten, ein attraktives Luxussegment und ein boomendes Objektgeschäft für sich sprechen, sind die Marktstrukturen erklärungsbedürftig und Türkei-spezifisch. Vor allem die Handvoll großer türkischer Möbelhersteller diktiert dem Markt die Regeln. Zwar haben sich die allgemeinen Rahmenbedingungen in der Türkei stark der EU angenähert, die Erfolgsfaktoren bleiben aber weitgehend „orientalisch“.

„Mehr als andere Möbelmärkte erfordert der türkische ein tiefes Eintauchen in die Netzwerke vor Ort und verlangt neben einer durchdachten Strategie auch Investitionen“, fasst Elke Kornberger, Beraterin bei der Geschäftsstelle des Furniture Club, zusammen.

Die hohe Bedeutung von Messen in der Türkei hob Frank Haubold, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse, hervor und gab detaillierte Informationen zu relevanten Messen des Möbelsektors. Als Gastreferent ergänzte der Exportleiter eines mittelständischen, türkischen Büromöbelherstellers aktuelle Trends des türkischen Möbelmarktes aus der Insider-Perspektive und warb für Kooperationen:

„Aus unserer Sicht stellt eine Zusammenarbeit von deutschen mit türkischen Möbelherstellern die effizienteste Art des Markteintritts in der Türkei dar. Die Partnerschaft sollte auf einer Win-win-Basis fußen und der türkische Partner über ein Verkaufsstellennetz verfügen.“

Die Unternehmen des Furniture Club wollen ihre Synergien und den exzellenten Ruf von „Made in Germany“ bei türkischen Kunden nutzen, um den Italienern diesen Markt nicht zu überlassen. Während die Studie den Furniture-Club-Mitgliedern vorbehalten bleibt, sind zu den nächsten Türkei-Veranstaltungen auch Nicht-Mitglieder eingeladen. Unter der Federführung der Koelnmesse ist ein deutsch-türkisches Frühstückstreffen auf der IMM Cologne 2014 geplant, das fördern soll, was im türkischen Möbelmarkt von herausragender Bedeutung ist, nämlich persönliche Kontakte. Im Frühjahr 2014 wird eine Sondierungsreise Türkei für weitere Markteinblicke und Netzwerkpflege sorgen.




Interessierte Unternehmen finden weitere Informationen unter www.furnitureclub.de.
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