Fehrer erhält Innovationspreis

Ruecksitzwanne_BMWBei der jährlichen Auszeichnung der innovativsten Kunststoff-Bauteile der Automotive-Branche darf sich Fehrer über einen Platz auf dem Siegerpodest freuen: Die ultraleichte selbsttragende Hintersitzschale aus Recycling-Kohlefaser-Verbundstoff, die Fehrer für den BMW i3 entwickelt hat, wurde beim SPE (Society für Plastics Engineers) Automotive Division Award mit einem dritten Platz ausgezeichnet.

„Die Auszeichnung ist eine große Ehre und zeigt, dass wir mit unserem konsequenten Fokus auf Leichtbau und Innovation auf dem richtigen Weg sind“, sagte Michael Cramer, Kaufmännischer Leiter Fehrer Division Composite Components, der den Preis in der Kategorie „body interior“ in Düsseldorf entgegennahm. Überzeugt hat die Jury insbesondere die konsequente Verbindung von Leichtbau und Nachhaltigkeit: Das Bauteil besteht zu einem großen Teil aus Recycling-Material.

Im Unterschied zu herkömmlichen Lösungen vereint die neue, aus recycelten Kohlefaser-Verbundstoffen hergestellte Fehrer-Hintersitzschale gleich eine ganze Reihe von Funktionen in einem einzigen Bauteil. So sind Kederkanal, Omegaschelle, Isofix-Durchbruch sowie Befestigungen für Cupholder und Ablageschale allesamt in der selbsttragenden Sitzschale integriert. Das spart Anbauteile, Montageschritte und Gewicht – insgesamt 550 Gramm im Verhältnis zu vergleichbaren Serienlösungen.

Gleichzeitig erfüllt das crash-relevante Teil aufgrund der besonderen Eigenschaften des Materials trotz seiner geringen Wandstärke von nur 1,4 Millimetern die hohen Sicherheitsanforderungen von BMW. Nachdem die Sitzschale in einer Reihe von Erprobungen und Prüfstandsläufen ihre Betriebsfestigkeit und Serientauglichkeit bewiesen hat, wird sie nun im BMW i3 eingebaut.

Dies ist das erste Mal, dass in einem Serienfahrzeug Kohlefaser-Werkstoffe in Kombination mit einer PUR-Matrix eingesetzt werden. Dadurch lassen sich in der Produktion sehr kurze Zykluszeiten erreichen. Zudem kommt der Prozess ohne aufwändige Preforms aus. „Die Technologie eröffnet eine ganze Reihe von neuen Design- und Funktionsmöglichkeiten“, betonte Wolfgang Ehnert, Technischer Leiter Fehrer Division Composite Components. „Unsere Entwickler arbeiten bereits an neuen, vielversprechenden Anwendungen.“
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