Weichmacher-Produzenten fordern die Rücknahme des ungerechtfertigten Gesetzentwurfs

Entgegen aller Erwartungen und Vorschlägen der französischen Regierung wurde  der Gesetzentwurf von Yvan Lachaud zum Verbot von Phthalaten, Parabenen und Alkylphenolen am 3. Mai 2011 von der Nationalversammlung angenommen. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass dieser Entwurf noch kein Gesetz darstellt. Wie es der parlamentarische Ablauf verlangt, wird der Entwurf zur weiteren Prüfung an den Senat übermittelt.  Die Hersteller von Weichmachern, vertreten durch ECPI, European Council for Plasticisers and Intermediates, lehnen die Annahme des Gesetzentwurfs strikt ab und befürchten ein generelles Verbot dieser Substanzen, insbesondere von Phthalaten.

Sowohl vor als auch nach der Abstimmung und insbesondere während der Ausarbeitung durch den parlamentarischen Ausschuss  haben sich eine Mehrheit von Regierung und einflussreichen Beteiligten gegen ein Verbot der genannten Substanzen und speziell von Phthalaten ausgesprochen. Phthalate gehören zu einer Familie sehr unterschiedlicher chemischer Substanzen mit sehr unterschiedlichen Anwendungsbereichen sowie substanziell verschiedenen Gesundheits- und Umwelteinstufungen. Darüber hinaus ist die Anwendung von Phtalaten bereits seit 2007 von der europäischen REACH-Verordnung reguliert.

Deshalb fordern die Hersteller von Weichmachern, dass sich jegliche gesetzliche Änderung bezüglich der Phthalate auf aktuell bestehende Vereinbarungen der nationalen und europäischen Regulierungen gründet. Mit dem Versuch, die existierenden, relevanten EU-Rahmenbedingungen zu ersetzen, wirft dieser Entwurf mehr Probleme auf, als dass er Lösungen bietet. Er entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage und ist in der Praxis nicht durchführbar. Deshalb ist ein generelles Verbot dieser Substanzen und insbesondere das von Phthalaten unangebracht.

Deshalb fordert die Industrie den Gesetzentwurf abzulehnen!
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