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Vorwort

Frohes Neues Jahr

„Man soll die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Aber man sollte auch dafür sorgen, dass die Dinge so kommen, wie man sie nehmen möchte."
Dies ist mein Lieblingsleitspruch und er hat mir so manch nützliche Erkenntnis beschert.

Aber auch ich erhielt vor Weihnachten einen Gruß mit einer sehr schönen Weisheit: „Man kann immer weiter gehen, als man denkt und immer weiter denken, als man geht!"

Nun, vielleicht hätten einige Teilnehmer des Klimagipfels zumindest den Sinn einer dieser Sprüche vorher verstehen sollen - dann wäre es nicht zu diesem vorhersehbaren Flop gekommen.

Aber die Uneinsichtigkeit fängt ja schon viel früher an:
Meine Tochter kam im Vorwege zur Kopenhagener Konferenz von der Schule nach Hause und fragte mich allen Ernstes, ob ich es nicht ganz schön schrecklich finde, mit so einer klimaschädigenden Industrie mein Geld zu verdienen! Ihr Klassenlehrer hätte ihnen heute erläutert, wie viel Schaden durch den Einsatz von Kunststoffen der Umwelt zugefügt werde und dass das alles nichts als schädliche Chemie ist.

Ich wäre fast geplatzt - also ganz deutlich gesprochen; solange schon unsere Kinder mit so inkompetenten Vorurteilen ins Leben geschickt werden - und Europa ist ja ein „angeblich aufgeklärtes" Land - wie soll das dann für den Rest der Welt funktionieren, wo das Problem noch genau aus der anderen Richtung kommt?

Also, „liebe Lehrer" hier ein paar Fakten, die vom PlasticsEurope (dem europäischen Kunststoffverband) zum Klimagipfel vorgestellt wurden:
1. Würde man wo immer möglich Kunststoff durch traditionelle Materialien ersetzen, ...
- so würde als Resultat die 3,7-fache Materialmasse gebraucht,
- entstünden 50 % mehr Treibhausgase (120 Millionen Tonnen pro Jahr),
- würden 46 % mehr Energie verbraucht (2 300 TJ, Tera = 1012).

2. Kunststoff steht für lediglich 1,3 % des durchschnittlichen europäischen Kohlenstoff-Fußabdrucks (carbon footprint)
- Das Verhältnis von Belastungen durch die Produktion von ­Kunststoff zu Entlastungen im Lebenszyklus liegt derzeit bei 1 : 5 bis 9; es wird sich Schätzungen zufolge bis 2020 auf 1 : 9 bis 15 verbessern.
- Kunststoff spielt in der Nutzung erneuerbarer Energien eine Schlüsselrolle
- Kunststoff ermöglicht neue, energieeffiziente Techniken mit ­weniger Materialverbrauch
- Der Einsatz von Kunststoff bietet oft außerordentliche Vorteile: in der Wärmedämmung, als Lebensmittelverpackung oder zur Nutzung erneuerbarer Energien, um nur einige Beispiele zu nennen.

Birgit Harreither

 


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