KURZMELDUNGEN
Ökoeffizienz-Analyse der BASF gewinnt internationale Anerkennung Die BASF-Ökoeffizienz-Analyse hat das international anerkannte Gütesiegel der National Sanitation Foundation (NSF) erhalten. Die in den USA ansässige NSF ist eine internationale, gemeinnützige Organisation, die im Bereich der Gesundheitsvorsorge und Verbrauchersicherheit aktiv ist. Die bereits vom deutschen TÜV zertifizierte Ökoeffizienz-Analyse beurteilt, in welchem Verhältnis der wirtschaftliche Wert eines Produkts zu den Auswirkungen auf die Umwelt steht. Sie hilft der BASF und ihren Kunden zu entscheiden, welche Produkte und Verfahren sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch am besten geeignet sind. Dazu wird der gesamte Lebensweg eines Produkts oder Verfahrens betrachtet, von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung und Verwendung des Produktes bis zur Entsorgung. Die Auswirkungen auf die Umwelt werden in den ökologischen Kriterien Ressourcen- und Energieverbrauch, Emissionen in Luft, Wasser und Boden, Gefahrenpotenzial, Toxizitätspotenzial und Flächennutzung bewertet. Die NSF hat gemeinsam mit unterschiedlichen Stakeholdern sowie Fachleuten der BASF Corporation Standard-Anforderungen für Ökoeffizienz-Analysen definiert. Ziel des so genannten NSF Protocol 352 ist es, für Nachhaltigkeitsbewertungen Schlüssigkeit, Objektivität und Transparenz von Nachhaltigkeitsbewertungen sicherzustellen. Anhand dieser Anforderungen wurde jetzt die Methode der BASF geprüft. „Die Zertifizierung der NSF ist ein großer Schritt nach vorne - sie belegt die wachsende Akzeptanz unseres strategischen Instruments auch in den USA", sagt Dr. Ulrich von Deessen, Leiter des Kompetenzzentrums Umwelt, Gesundheit und Sicherheit der BASF in Ludwigshafen. „Die NSF teilt das Bekenntnis der BASF zum Umweltschutz", unterstreicht Bob Ferguson, Vice President der NSF. „Wir schätzen ihre Vorreiterrolle bei der Entwicklung einer intelligenten Methode und damit von Lösungen, die Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit miteinander verbinden." Mehr Informationen zum Thema Ökoeffizienz-Analyse unter: www.basf.com/oekoeffizienz
Norm-Entwurfs-Portal Das neue Online-Portal für Norm-Entwürfe des DIN ist ab sofort verfügbar (www.entwuerfe.din.de). Es bietet einen kostenfreien Online-Zugang zu aktuellen Norm-Entwürfen und die Möglichkeit, online Stellungnahmen zu den Norm-Entwürfen abzugeben. Für alle Experten, die Inhalte einer Norm mit gestalten möchten, ist dies ein neuer Weg, ihre Kommentare und Änderungsvorschläge einzubringen. Das Angebot wird in den kommenden Monaten ausgebaut und soll im Laufe des Jahres 2010 annähernd alle Norm-Entwürfe in der Einspruchsfrist umfassen. Die Norm-Entwürfe im Portal werden abschnittsweise wiedergegeben und sind für die Darstellung im Internet optimiert, um die interaktive Nutzung der Inhalte zu vereinfachen. Bei Bedarf können gedruckte oder elektronische Norm-Entwurfsdokumente weiterhin über den Beuth Verlag erworben werden. Über einen Link ist diese Option komfortabel als Zusatzfunktion erreichbar. Dieser Service wird im Rahmen einer ganzen Reihe von Maßnahmen angeboten, die dazu beitragen sollen, kleinen und mittleren Unternehmen den Zugang zu Normen und die Teilnahme an der Normungsarbeit zu erleichtern.
Faurecia wird Mitglied im Ford-Zulieferer-Netzwerk Faurecias Aufnahme in Fords Aligned Business Framework soll die Zusammenarbeit stärken und auf beiden Seiten Profitabilität und technische Entwicklung vorantreiben Automobilhersteller Ford hat Faurecia, einen der weltweit führenden OEM-Zulieferer, als Mitglied in sein sogenanntes Aligned Business Framework (ABF) aufgenommen. Das ABF-Netzwerk vereint Fords wichtigste Zulieferer. Neben 15 anderen Unternehmen hat Ford auch Faurecias Produktgruppen Innenraum- und Abgassysteme als neue Mitglieder aufgenommen. Insgesamt gehören nun 82 Firmen in die Gruppe der auserwählten Zulieferer, mit denen der Autohersteller eine enge Zusammenarbeit auf lange Zeit plant. Im Jahr 2008 hat Faurecia mit der Ford Motor Company und ihren Tochtergesellschaften 10 Prozent des Umsatzes generiert. Die Faurecia-Gruppe beliefert weltweit mehr als 35 Ford-Fahrzeuge. Neueste Projekte waren die Entwicklung und Produktion der Instrumententafeln und Türverkleidungen für den aktuellen Ford Fiesta und das Abgassystem des Ford Taurus (USA). Die Unternehmen des ABF-Netzwerks treten in Langzeitbeziehung mit Ford, um die Zusammenarbeit zu stärken und auf beiden Unternehmensseiten Profitabilität und technische Entwicklung voranzutreiben.
10 Jahre Automobilzulieferer Faurecia Faurecia, der achtgrößte Automobilzulieferer weltweit (Nr. 3 in Europa) und heute in rund hundert aktuellen Fahrzeugmodellen vertreten, wird zehn Jahre alt. Das Unternehmen beliefert international alle namhaften Automobilhersteller. Diesen Erfolg verdankt Faurecia nicht zuletzt seiner Innovationskraft, mit der das Unternehmen in den letzten zehn Jahren viele Erfolge feiern konnte. Entstanden ist der Weltkonzern Faurecia im Mai/Juni 1999, als sich die renommierten französischen Automobilzulieferer Ecia, als Spezialist der Ausrüstungs- und Komponentenherstellung, und der Autositzhersteller Bertrand Faure zusammenschlossen. Die Fusion der Unternehmen war die Geburtsstunde von Faurecia: Ein neuer internationaler Zulieferer mit damals 32 000 Mitarbeitern und einem Umsatz von mehr als 4 Milliarden Euro. Zu Beginn generierte Faurecia mehr als die Hälfte seines Umsatzes mit seinem Mutterkonzern PSA Peugeot Citroën. Weitere umsatzstarke Kunden waren Volkswagen, Renault und Daimler. Innerhalb der letzten zehn Jahre gelang es dem Unternehmen seine Partnerschaft zu diesen Kunden weiter auszubauen und neue hinzu zugewinnen, wodurch sich das Umsatzverhältnis maßgeblich gewandelt hat. Heute nehmen vor allem die deutschen Automobilhersteller einen besonderen Stellenwert ein und machen zusammen über 40 % des Faurecia-Umsatzes aus. So führt das Unternehmen zurzeit den größten Teil seines Umsatzes auf die Volkswagen-Gruppe zurück, die mit einem Umsatzanteil von 23,8 Prozent noch vor PSA Peugeot Citroën liegt. Weitere namhafte Kunden sind beispielsweise auch Ford, Toyota und Renault-Nissan. Heute ist Faurecia mit rund 58 000 Mitarbeitern und 190 Standorten in 29 Ländern der Welt vertreten. Der Fokus des Unternehmens liegt auf der Herstellung von vier Produktlinien: Autositze, Innenraumsysteme, Abgasanlagen und Frontends.
Dr. Strietholt von DOW neuer FSK Fachgruppensprecher Polyurethane Einstimmig als neuer Fachgruppensprecher Polyurethane, der größten Fachgruppe im Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane (FSK) e.V., wurde Dr. W. Alexander Strietholt von DOW Deutschland GmbH & Co. OHG gewählt. Er folgt damit Lutz Ohmstede, der vor kurzem als Büfa-Geschäftsführer in den Ruhestand gegangen war und seinen Vorsitz in der Fachgruppe Polyurethane im FSK abgab. Dr. W. Alexander Strietholt, der seit über 20 Jahren mit PUR arbeitet und seit 1993 im FSK aktiv ist, stellte sich in der knapp 100 Unternehmen zählenden Fachgruppe als Sprecher zur Verfügung, um „in einem seit Jahren gut funktionierenden und stetig wachsenden Team von Unternehmen der PUR-Industrie gemeinsam die Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern und zusammen mit Vorstand und Geschäftsstelle die Interessen zu koordinieren", so Dr. Strietholt. Die Fachgruppe Polyurethane innerhalb des FSK, der seit über 30 Jahren Fachtagungen austrägt, besteht seit 15 Jahren und ist neben zwei europäischen Verbänden die größte Gruppe in Europa. Als stellvertretender Sprecher der Fachgruppe Polyurethane wurde Martin Dietrich von Getzner Werkstoffe aus Österreich im Amt bestätigt.
GKV-Hauptgeschäftsführer Michael Rathje wird 65 - Christoph Bornhorn tritt Nachfolge zum 1. August an
 
Christoph Bornhorn und Michael Rathje
Michael Rathje, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie (GKV) feierte am 6. Juli dieses Jahres seinen 65. Geburtstag. Rathje hat zum 1. August 2009 die Geschäftsführung des GKV an Christoph Bornhorn übergeben, bleibt aber weiter als Berater in verschiedenen Funktionen aktiv. Michael Rathje ist seit 1971 in der Kunststoff verarbeitenden Industrie tätig. 1978 hob er als Gründungsgeschäftsführer die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen mit aus der Taufe. In dieser Funktion blieb er bis 2006 für die erfolgreiche Entwicklung des Verbandes verantwortlich. Der Diplom-Volkswirt war maßgeblich an der Neustrukturierung der Verbändelandschaft in der Kunststoff verarbeitenden Industrie beteiligt. Im Zuge des Umwandlungsvertrages zwischen GKV und IK wurde Rathje 2006 zum Hauptgeschäftsführer des GKV ernannt. Christoph Bornhorn, Rechtsanwalt, 35, ist seit 2004 Referent in der Geschäftsführung der IK und dort für die Bereiche Umwelt und Verbandswesen zuständig. Gleichzeitig betreut er seit 2007 im GKV das Referat „Kommunikation und Koordination". Ferner führt er die Geschäfte für einen beim IK angesiedelten europäischen Verband.
Erneuter Hattrick: Drei SPE-Awards für KraussMaffei Mit drei Auszeichnungen beim SPE Automotive Award 2009 stellt KraussMaffei - wie in den Vorjahren - erneut die hohe Innovationskraft des weltweit einzigen Herstellers von Spritzgieß-, Extrusions- und Reaktionstechnik unter Beweis. Den ersten Platz in der Kategorie Body Exterior errang der Marktführer im Kunststoffmaschinenbau mit einem Trägerteil für das Rautengitter des CLS-Coupés von Mercedes-Benz. Durch die Effekteinfärbung während des Spritzgießens erzielt der Verarbeiter den für die elegante Optik wichtigen Metallic-Effekt - und das ohne zusätzliche Lackierung. In der gleichen Kategorie zeichnete die Jury mit Vertretern der Automobilindustrie, Verarbeitern, Formen- und Werkzeugbau, Rohstoffherstellern, Maschinenherstellern und Kunststoff-Instituten die Weiterentwicklung der Technologie von KraussMaffei im Bereich Reaktionstechnik aus. Sie kommt preisgekrönt bei Feldhäckslern des Landmaschinenherstellers Claas zum Einsatz. Im Bereich Powertrain platzierte sich eine glasfaserverstärkte Drehmomentstütze des Erfolgsmodells Opel Insignia. Beim Herstellungsprozess mit Maschinentechnik von KraussMaffei sorgt eine gezielte Verteilung der Glasfasern für höchste Belastbarkeit der Komponente bei minimalem Gewicht. Das Münchener Unternehmen knüpft mit diesen drei Auszeichnungen erfolgreich an den Auszeichnungs-Hattrick beim SPE Automotive Award 2007 an. Die Society of SPE hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kommunikation von Wissenschaftlern und Ingenieuren zu fördern, die sich mit der Entwicklung, Herstellung und Verarbeitung von Kunststoffen beschäftigen.
VDI-Gesellschaft Materials Engineering neu gegründet Seit dem ersten Juli gibt es die neue VDI-Gesellschaft Materials Engineering (GME). Professor Dr. Heinz Voggenreiter wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt. Zur GME gehören die drei Fachbereiche Werkstofftechnik, Nanotechnik und Kunststofftechnik. „Die GME ist der Ansprechpartner und das Sprachrohr in Deutschland im Themenbereich Materials Engineering für die Politik, Gesellschaft und Fachöffentlichkeit", sagt Voggenreiter. Künftig wird die Fachgesellschaft unter anderem Zukunftsszenarien für die nachhaltige Verfügbarkeit und Entwicklung von Werkstoffen sowie deren Verfahrenstechniken erarbeiten und gezielt den Nachwuchs in diesem Bereich fördern. „Grundelement der Aktivitäten der GME ist die Vernetzung der Werkstoff- und Verfahrenstechniker unterschiedlicher industrieller Sektoren und der Wissenschaft in den GME-Fachbereichen sowie die gezielte Moderation der Diskussion aktueller werkstofftechnischer Fragestellungen", ergänzt Voggenreiter. Geschäftsführer der GME ist Dr. Jürgen Schäfer.
Kunststoff- und Gummimaschinen: Neuer Vorstand und Vorsitzender gewählt Auf der Mitgliederversammlung am 18. Juni 2009 wählten die Vertreter der Mitgliedsfirmen des Fachverbandes Kunststoff- und Gummimaschinen für den Zeitraum 2009 bis 2012 einen neuen Vorstand in folgender Zusammensetzung: Günter BACHMANN, Coperion, Lutz BUSCH, Kampf Schneid- und Wickeltechnik GmbH, Jan-Udo KREYENBORG, Kreyenborg GmbH, Walter KURTZ, Kurtz GmbH, Ulrich REIFENHÄUSER, Reifenhäuser GmbH, Dr. Peter SCHMIDT, Troester GmbH, Peter STEINBECK, Windmöller & Hölscher KG, Dr. Dietmar STRAUB, Krauss Maffei AG, Wolfgang STUDENER, Battenfeld Extrusionstechnik GmbH, Dr. Olaf WEILAND, Kautex Maschinenbau GmbH, Peter WELLENHOFER, Brückner Technology Holding, Rainer ZIMMERMANN, AZO GmbH Ulrich Reifenhäuser löst Jan-Udo Kreyenborg, geschäftsführender Gesellschafter der Kreyenborg-Gruppe, ab, der viereinhalb Jahre lang an der Spitze des Vorstands die Geschicke des Fachverbands Kunststoff- und Gummimaschinen lenkte. Peter Steinbeck wurde zu dessen Stellvertreter ernannt.
„Kohlendioxid als Rohstoff: Wie aus dem Aschenputtel eine Prinzessin werden kann" Was fällt Ihnen beim Thema Kohlendioxid ein? Treibhausgas vielleicht, oder Klimakiller? Für die meisten Menschen jedenfalls weckt das Gas Kohlendioxid, das bei der Verbrennung von fossilen Energieträgern anfällt, vor allem negative Assoziationen. Dabei hat das Gas noch eine andere Seite: Kohlendioxid, so meinen nicht wenige Wissenschaftler, könnte sich wieder als Rohstoff einsetzen lassen. Gelingt dies, würde nicht nur die Klimabilanz besser ausfallen, sondern es wäre ein wirklicher Durchbruch erreicht. Noch steht die Forschung dazu am Beginn, dem will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) abhelfen: Das Ministerium startet das Forschungsprogramm „Technologien für Nachhaltigkeit und Klimaschutz - Chemische Prozesse und stoffliche Nutzung von Kohlendioxid". In den kommenden fünf Jahren stellt das Ministerium dafür insgesamt 100 Millionen Euro bereit. Wissenschaftler sollen bei dem neuen Programm unter anderem Verfahren entwickeln, die Kohlendioxid als Basischemikalie nutzen. Großtechnisch wird Kohlendioxid zum Beispiel seit langem zur Synthese von Harnstoff eingesetzt. Zukünftige interessante Produkte mit Kohlendioxid im Herstellungsprozess sind vor allem hochwertige Polymere, die wichtige Grundstoffe für Dämmstoffe, Verpackungsmaterialien und für den Automobilbau sind. Weiterhin wollen die Forscher herausfinden, wie sich klimaschädliche Gase in der Produktion verringern lassen. Das Programm bietet die Möglichkeit für internationale Forschungskooperationen. Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zur Europäischen Technologieplattform für Nachhaltige Chemie (SUSCHEM). Schließlich sollen auch Nachwuchsgruppen gefördert werden.
REACH und Kunststoffrecycling Mit Inkrafttreten von REACH sieht sich die Wirtschaft mit umfassenden Pflichten im Zusammenhang mit der Herstellung, dem Import und der Verarbeitung von Chemikalien konfrontiert. Angesichts einer erheblichen Verunsicherung über die Auswirkungen von REACH auf das Kunststoffrecycling haben sich mehrere Verbände der Kunststoffindustrie und Unternehmen zusammen mit dem Umweltbundesamt (UBA) im Rahmen des Umweltforschungsplans auf ein Projekt „REACH und Kunststoffrecycling" verständigt. Ziel des Projektes ist, eine Handreichung für die Marktakteure des Kunststoffrecyclings zu erstellen. Diese soll wesentliche REACH-Anforderungen darstellen und Hilfestellung bei der Umsetzung der neuen Chemikalienverordnung geben. Die Fertigstellung wird für Herbst 2009 erwartet. Weitere Informationen zu REACH finden Sie unter http://www.reach-info.de.
|