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Vorwort
Abgesagte Messen und Messebeteiligungen, Konferenzen mit nie da gewesener Minibeteiligung - die Wirtschaftskrise nimmt Formen an. Im kurzen Rückblick scheint es aber Europa nicht ganz so hart zu treffen, wie Amerika und Asien. Wer nicht vollständig von der Automobilindustrie abhängt, blickt zurzeit auch deutlich optimistischer in die Zukunft. Nun sind gerade in diesem Jahr erstaunlich viele Tagungen und Messen zum Thema Polyurethan. Ob die erste russische PU Messe trotz geringer Ausstellerzahl den gewünschten Erfolg brachte, stand leider beim Andruck dieser Ausgabe noch nicht fest - dass diese Messe aber auch nächstes Jahr durchgeführt wird - schon. In einer älteren Ausgabe der FAPU habe ich über die viel zu vielen Veranstaltungen gemeckert. In diesem Jahr wird sich auch zeigen, wer die größere Durchsetzungskraft hat. Den Kopf in den Sand stecken, jammern und eventuelle Einbußen bei den Besucherzahlen zu beklagen, nützt aber gar nichts - ein bisschen mehr Realismus ist angebracht - und Kreativität.
„In der Krise erfolgreich gegen den Strom schwimmen" So beginnt eine Pressemeldung des Unternehmensberaters Johannes Ulrich Becker von Buch und damit spricht er mir aus der Seele.
Die Meldungen zu Umsatzeinbrüchen in vielen Branchen sind nicht zu überhören - einige hat es besonders schlimm getroffen. Wie soll man reagieren? SPAREN! Sicher ein guter Weg, aber nicht, wenn es um Marketingmaßnahmen geht, denn so manches Unternehmen hat sich schon zu Tode gespart. Der Chef der Becker von Buch Unternehmensberatung GmbH meint dazu: „Wer mit einem leistungsschwachen Auto einen steilen Berg hinauffahren will, nimmt schließlich nicht den Fuß vom Gas, sondern tritt voll durch." Die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise sei solch ein steiler Berg, sagt Becker von Buch. „Viele Unternehmer resignieren angesichts der Schwierigkeiten. Sie treten das Gaspedal nicht durch und bleiben unten im Tal. Aber in der Masse geht man unter, man wird nicht wahrgenommen. Für das Unternehmen heißt das: Weitere Kunden brechen weg und neue kommen nicht dazu - die Todesspirale beginnt."
„Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler". Mit gezielten Marketingmaßnahmen lassen sich auch jetzt neue Kunden finden und bisherige reaktivieren.
Bei all den Horrormeldungen zur derzeitigen Lage der Nationen wundern mich dann doch die Pressemeldungen jener Unternehmen die im Dezember und Januar auch die FAPU darüber informierten, welche Werke man zu schließen gedenke und wie viele Mitarbeiter weltweit zu entlassen sind, dass man jetzt die Aktionäre mit gestiegenen Dividenden glücklich machen kann.
Naja - es leisten sich ja auch die Chefs der größten Pleitebanken eine Bonuszahlung!
Wir sitzen jedenfalls auch nicht untätig herum, sondern werden zum ersten Mal auf der UTECH als Aussteller vertreten sein (Stand 1170). Bis dahin ist noch viel Arbeit zu erledigen und wer uns besuchen kommt, wird die eine oder andere Neuigkeit erfahren, die in dieser Ausgabe noch nicht zu lesen ist.
Birgit Harreither
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